Scopolamin gegen Todesrasseln – und darf man an Sterbenden forschen?

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Von Martin Scherer (DEGAM), Denis Nößler (Ärzte Zeitung), Martin Scherer (DEGAM), and Denis Nößler (Ärzte Zeitung) entdeckt von Player FM und unserer Community - Das Urheberrecht hat der Herausgeber, nicht Player FM, und die Audiodaten werden direkt von ihren Servern gestreamt. Tippe auf Abonnieren um Updates in Player FM zu verfolgen oder füge die URL in andere Podcast Apps ein.
RCT mit Butylscopolamin gegen terminales Rasseln

Am Lebensende geht es um das Lindern von Leiden – ärztliche Aufgaben sind dann bekanntlich Palliation, Beistand und Beratung. Letztere besonders auch für die Angehörigen. Was aber, wenn das Sterben zur Qual wird für die Angehörigen? Neben der Seitenlage oder erhöhtem Oberkörper können Anticholinergika das Röcheln lindern und damit die Angehörigen entlasten. Niederländische Palliativmediziner haben jetzt Butylscopolamin s.c. gegen Placebo in einer randomisiert-kontrollierten Studie in mehreren Hospizen untersucht.

Bislang gab es nur wenig Evidenz dazu, deswegen besprechen wir diese Arbeit in dieser Episode vom „EvidenzUpdate“-Podcast. Wir überlegen, welche Rolle die Antiröchelpharmakologie klinisch haben kann und wie sie Teil der Patienten- und Angehörigengespräche sein könnte. Außerdem fragen wir uns, was man von Studien an Sterbenden zum Nutzen Dritter überhaupt halten sollte. (Dauer: 37:37 Minuten)

Anregungen? Kritik? Wünsche? Schreiben Sie uns: evidenzupdate@springer.com

Quellen:

  1. Esch HJ van, Zuylen L van, Geijteman ECT, et al. Effect of Prophylactic Subcutaneous Scopolamine Butylbromide on Death Rattle in Patients at the End of Life. Jama 2021;326:1268–76. doi: https://doi.org/10.1001/jama.2021.14785
  2. Lokker ME, Zuylen L van, Rijt CCD van der, et al. Prevalence, Impact, and Treatment of Death Rattle: A Systematic Review. J Pain Symptom Manag 2014;47:105–22. doi: https://doi.org/10.1016/j.jpainsymman.2013.03.011

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