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Mit Apps den Blutdruck senken? Die Kontrolle macht’s!
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Fast vier Milliarden Menschen weltweit besitzen ein Smartphone, rechnerisch ist das jede zweite Person. Wenn diese Geräte, aber auch Smartwatches etwa helfen könnten, (lebensstilbedingte) Risikofaktoren positiv zu beeinflussen, wäre dies ein enormer Public-Health-Nutzen. Bei zahlreichen Krankheiten, bei denen der Therapieerfolg vor allem von der Adhärenz abhängt, könnten solche digitalen Tools bestenfalls sogar individuell klinisch relevante Endpunkte verbessern.
In den USA aber haben nun Ergebnisse der „PCORnet Blood Pressure Home Monitoring Study“, kurz BP Home, Wasser in den Wein gekippt. Denn in einer aktuellen Auswertung der randomisiert-kontrollierten Studie zeigte der zusätzliche Einsatz einer App keinen Vorteil bei der Blutdrucksenkung gegenüber der Selbstmessung durch die Patienten allein. Allerdings hat die momentane Auswertung nur eine Follow-up-Periode von einem halben Jahr umfasst. In dieser „EvidenzUpdate“-Episode überlegen wir, was die Ergebnisse der Arbeit für die klinische Praxis bedeuten.
Anregungen? Kritik? Wünsche? Schreiben Sie uns: evidenzupdate@springer.com
Quellen
- Pletcher MJ, Fontil V, Modrow MF, et al. Effectiveness of Standard vs Enhanced Self-measurement of Blood Pressure Paired With a Connected Smartphone Application. Jama Intern Med 2022;182. doi: https://doi.org/10.1001/jamainternmed.2022.3355
- Group SR, Lewis CE, Fine LJ, et al. Final Report of a Trial of Intensive versus Standard Blood-Pressure Control. New Engl J Med 2021;384:1921–30. doi: https://doi.org/10.1056/nejmoa1901281
- Group TAO and C for the ACR. Major Outcomes in High-Risk Hypertensive Patients Randomized to Angiotensin-Converting Enzyme Inhibitor or Calcium Channel Blocker vs Diuretic: The Antihypertensive and Lipid-Lowering Treatment to Prevent Heart Attack Trial (ALLHAT). Jama 2002;288:2981–97. doi: https://doi.org/10.1001/jama.288.23.2981
129 Episoden
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Fast vier Milliarden Menschen weltweit besitzen ein Smartphone, rechnerisch ist das jede zweite Person. Wenn diese Geräte, aber auch Smartwatches etwa helfen könnten, (lebensstilbedingte) Risikofaktoren positiv zu beeinflussen, wäre dies ein enormer Public-Health-Nutzen. Bei zahlreichen Krankheiten, bei denen der Therapieerfolg vor allem von der Adhärenz abhängt, könnten solche digitalen Tools bestenfalls sogar individuell klinisch relevante Endpunkte verbessern.
In den USA aber haben nun Ergebnisse der „PCORnet Blood Pressure Home Monitoring Study“, kurz BP Home, Wasser in den Wein gekippt. Denn in einer aktuellen Auswertung der randomisiert-kontrollierten Studie zeigte der zusätzliche Einsatz einer App keinen Vorteil bei der Blutdrucksenkung gegenüber der Selbstmessung durch die Patienten allein. Allerdings hat die momentane Auswertung nur eine Follow-up-Periode von einem halben Jahr umfasst. In dieser „EvidenzUpdate“-Episode überlegen wir, was die Ergebnisse der Arbeit für die klinische Praxis bedeuten.
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Quellen
- Pletcher MJ, Fontil V, Modrow MF, et al. Effectiveness of Standard vs Enhanced Self-measurement of Blood Pressure Paired With a Connected Smartphone Application. Jama Intern Med 2022;182. doi: https://doi.org/10.1001/jamainternmed.2022.3355
- Group SR, Lewis CE, Fine LJ, et al. Final Report of a Trial of Intensive versus Standard Blood-Pressure Control. New Engl J Med 2021;384:1921–30. doi: https://doi.org/10.1056/nejmoa1901281
- Group TAO and C for the ACR. Major Outcomes in High-Risk Hypertensive Patients Randomized to Angiotensin-Converting Enzyme Inhibitor or Calcium Channel Blocker vs Diuretic: The Antihypertensive and Lipid-Lowering Treatment to Prevent Heart Attack Trial (ALLHAT). Jama 2002;288:2981–97. doi: https://doi.org/10.1001/jama.288.23.2981
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