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DK079 - Staubiger Blick auf die Klimakrise

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…und warum versteht uns der Computer nicht?

DK079 - Staubiger Blick auf die Klimakrise

…und warum versteht uns der Computer nicht?

"Das Klima”, der Podcast zur Wissenschaft hinter der Krise. Wir lasen den sechsten Bericht des Weltklimarats und erklären den aktuellen Stand der Klimaforschung.

In Folge 79 reden wir über die Erforschung der Klimakommunikation und die Frage, was Computer und künstliche Intelligenz damit zu tun haben. Und wir schauen den Staub in der Atmosphäre an. Der hat nicht nur Einfluss auf die Temperatur sondern uns auch den Blick auf das wahre Ausmaß der Klimakrise verstellt.

Wie erforscht man Klimakommunikation

Claudia hat sich die Arbeit “Computational methods for the analysis of climate change communication: Towards an integrative and reflexive approach” ausgesucht und erklärt, mit welchen Methoden man erforschen kann, wie die Ergebnisse der Klimaforschung kommuniziert werden. Immer wichtiger werden Methoden, bei denen ein Computerprogramm automatisch jede Menge Daten analysiert - was aber naturgemäß problematisch werden kann. Denn selbst uns Menschen fällt es schwer zu verstehen, wie bestimmte Aussagen wirklich gemeint sind. Wie soll dass dann der Computer hinkriegen. Was für Probleme dabei entstehen können, kann man zum Beispiel im Buch “Invisible Women: Exposing Data Bias in a World Designed for Men (auf deutsch: “Unsichtbare Frauen: Wie eine von Daten beherrschte Welt die Hälfte der Bevölkerung ignoriert”) von Caroline Criado Perez nachlesen. Oder in “You Look Like a Thing and I Love You” (auf deutsch: “Künstliche Intelligenz – Wie sie funktioniert und wann sie scheitert: Eine unterhaltsame Reise in die seltsame Welt der Algorithmen, neuronalen Netze und versteckten Giraffen”) von Janelle Shane.

Abschweifung: Der Methodenstreit

Zwischendurch sind wir auf den Begriff “Methodenstreit” gestoßen. Damit ist der “Älterer Methodenstreit der Nationalökonomie” aus dem späten 19. Jahrhundert gemeint.

Verstaubter Blick auf die Klimakrise

Florian hat die Arbeit “Mineral dust aerosol impacts on global climate and climate change” gelesen (hier bei Researchgate). Darin geht es um den Staub, der ständig in unserer Atmosphäre ist. Insgesamt 26 Millionen Tonnen; das meiste davon kommt aus Nordafrika:

Kok et al (2023), Fig. 1

Dieser Staub kann das Klima abkühlen oder aufheizen, je nachdem. Es gibt jede Menge Wege, wie der Staub wirken kann:

Kok et al (2023), Fig. 2

Bis jetzt war allerdings unklar, wie sich all diese einzelnen Effekte summieren. Nun weiß man: Der Staub kühlt, mit -0.2 W/m². Und schaut man sich an, wie sich die Menge an Staub in den letzten Jahrzehnten verändert hat, dann sieht man einen Anstieg. Der in den Klimamodellen aber nicht berücksichtigt worden ist:

Kok et al (2023), Fig. 5

Das bedeutet: Die kühlende Wirkung des Staubes hat dafür gesorgt, dass wir quasi 8 Prozent der globalen Erwärmung übersehen haben. Oder anders gesagt: Es ist schlimmer als wir gedacht haben und wegen des Staubs in der Atmosphäre haben wir das bisher übersehen.

Hinweis zur Werbung und zu Spenden

Ein kleiner Hinweis: In “Das Klima” gibt es keine Werbung. Wenn ihr Werbung hört, dann liegt das nicht an uns; dann hat jemand unerlaubt und ohne unser Wissen den Podcast-Feed kopiert und Werbung eingefügt. Wir machen keine Werbung - aber man kann uns gerne was spenden.

Kontakt und weitere Projekte

Wenn ihr Fragen oder Feedback habt, dann schickt uns einfach eine Email an podcast@dasklima.fm. Alle Folgen und alle Shownotes findet ihr unter https://dasklima.fm.

Florian könnt ihr in seinem Podcast “Sternengeschichten” zuhören, zum Beispiel hier: https://sternengeschichten.podigee.io/ oder bei Spotify - und überall sonst wo es Podcasts gibt. Außerdem ist er auch noch regelmäßig im Science Busters Podcast und bei WRINT Wissenschaft”-Podcast zu hören (den es ebenfalls bei Spotify gibt). Mit der Astronomin Ruth Grützbauch veröffentlicht er den Podcast “Das Universum”.

Claudia forscht und lehrt an der TH Köln rund um Wissenschaftskommunikation und Bibliotheken und plaudert im Twitch-Stream “Forschungstrom” regelmäßig über Wissenschaft.

Ansonsten findet ihr uns in den üblichen sozialen Medien:

Instagram Florian| Facebook Florian

Twitch Claudia | TikTok Claudia

Twitter Florian| Twitter Claudia

Blog Florian| Homepage Florian| Veranstaltungen Florian

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In Folge 79 reden wir über die Erforschung der Klimakommunikation und die Frage, was Computer und künstliche Intelligenz damit zu tun haben. Und wir schauen den Staub in der Atmosphäre an. Der hat nicht nur Einfluss auf die Temperatur sondern uns auch den Blick auf das wahre Ausmaß der Klimakrise verstellt.

Wie erforscht man Klimakommunikation

Claudia hat sich die Arbeit “Computational methods for the analysis of climate change communication: Towards an integrative and reflexive approach” ausgesucht und erklärt, mit welchen Methoden man erforschen kann, wie die Ergebnisse der Klimaforschung kommuniziert werden. Immer wichtiger werden Methoden, bei denen ein Computerprogramm automatisch jede Menge Daten analysiert - was aber naturgemäß problematisch werden kann. Denn selbst uns Menschen fällt es schwer zu verstehen, wie bestimmte Aussagen wirklich gemeint sind. Wie soll dass dann der Computer hinkriegen. Was für Probleme dabei entstehen können, kann man zum Beispiel im Buch “Invisible Women: Exposing Data Bias in a World Designed for Men (auf deutsch: “Unsichtbare Frauen: Wie eine von Daten beherrschte Welt die Hälfte der Bevölkerung ignoriert”) von Caroline Criado Perez nachlesen. Oder in “You Look Like a Thing and I Love You” (auf deutsch: “Künstliche Intelligenz – Wie sie funktioniert und wann sie scheitert: Eine unterhaltsame Reise in die seltsame Welt der Algorithmen, neuronalen Netze und versteckten Giraffen”) von Janelle Shane.

Abschweifung: Der Methodenstreit

Zwischendurch sind wir auf den Begriff “Methodenstreit” gestoßen. Damit ist der “Älterer Methodenstreit der Nationalökonomie” aus dem späten 19. Jahrhundert gemeint.

Verstaubter Blick auf die Klimakrise

Florian hat die Arbeit “Mineral dust aerosol impacts on global climate and climate change” gelesen (hier bei Researchgate). Darin geht es um den Staub, der ständig in unserer Atmosphäre ist. Insgesamt 26 Millionen Tonnen; das meiste davon kommt aus Nordafrika:

Kok et al (2023), Fig. 1

Dieser Staub kann das Klima abkühlen oder aufheizen, je nachdem. Es gibt jede Menge Wege, wie der Staub wirken kann:

Kok et al (2023), Fig. 2

Bis jetzt war allerdings unklar, wie sich all diese einzelnen Effekte summieren. Nun weiß man: Der Staub kühlt, mit -0.2 W/m². Und schaut man sich an, wie sich die Menge an Staub in den letzten Jahrzehnten verändert hat, dann sieht man einen Anstieg. Der in den Klimamodellen aber nicht berücksichtigt worden ist:

Kok et al (2023), Fig. 5

Das bedeutet: Die kühlende Wirkung des Staubes hat dafür gesorgt, dass wir quasi 8 Prozent der globalen Erwärmung übersehen haben. Oder anders gesagt: Es ist schlimmer als wir gedacht haben und wegen des Staubs in der Atmosphäre haben wir das bisher übersehen.

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Ein kleiner Hinweis: In “Das Klima” gibt es keine Werbung. Wenn ihr Werbung hört, dann liegt das nicht an uns; dann hat jemand unerlaubt und ohne unser Wissen den Podcast-Feed kopiert und Werbung eingefügt. Wir machen keine Werbung - aber man kann uns gerne was spenden.

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Florian könnt ihr in seinem Podcast “Sternengeschichten” zuhören, zum Beispiel hier: https://sternengeschichten.podigee.io/ oder bei Spotify - und überall sonst wo es Podcasts gibt. Außerdem ist er auch noch regelmäßig im Science Busters Podcast und bei WRINT Wissenschaft”-Podcast zu hören (den es ebenfalls bei Spotify gibt). Mit der Astronomin Ruth Grützbauch veröffentlicht er den Podcast “Das Universum”.

Claudia forscht und lehrt an der TH Köln rund um Wissenschaftskommunikation und Bibliotheken und plaudert im Twitch-Stream “Forschungstrom” regelmäßig über Wissenschaft.

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