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Zurück zum Thema | Warum wird so wenig über Fehlgeburten gesprochen?

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Fehlgeburt — immer noch ein Tabu

Jede dritte Frau erleidet in den ersten zwölf Wochen einer Schwangerschaft eine Fehlgeburt — so schätzt der Berufsverband der Frauenärzte. Eine Schätzung ist das auch deshalb, weil es bisher noch keine genauen Zahlen gibt. Das liegt auch daran, dass Fehlgeburten — im Gegensatz zu Totgeburten — nicht der standesamtlichen Meldepflicht unterliegen. Von einer Totgeburt wird gesprochen, wenn bei dem Kind nach der Geburt kein Lebenszeichen festgestellt werden kann und das Geburtsgewicht mindestens 500 Gramm beträgt.

Dass das Thema immer noch ein Tabu zu sein scheint, hat verschiedene Ursachen: So wird in der Gesellschaft grundsätzlich wenig über den Tod gesprochen. Es hat außerdem, laut der Journalistin Eva Lindner, auch mit der gesellschaftlichen Erwartungshaltung zu tun, wenn es um die Themen Schwangerschaft und Geburt geht: „Wir erwarten von Frauen, dass sie nur positive Nachrichten über ihre Schwangerschaften überbringen.“

Alles andere werde von der Gesellschaft oft einfach ausgeblendet.

Wie über das Thema gesprochen werden sollte

Dabei wäre ein anderer Umgang mit dem Thema Fehlgeburt durchaus möglich und sinnvoll. Vor allem würde eine andere Betrachtung es ermöglichen, den Betroffenen zu helfen. Im vergangenen Jahr hat es dazu auch eine Anhörung im Deutschen Bundestag gegeben. Dazu gibt es jede Menge Verbesserungsbedarf — sowohl juristisch als auch in der psychologischen Betreuung.

Warum sind Fehlgeburten immer noch ein Tabu — und wie können wir besser darüber sprechen? Das fragt detektor.fm-Moderatorin Alea Rentmeister in dieser Folge von „Zurück zum Thema“ Eva Lindner. Sie ist freie Journalistin und hat selbst eine Fehlgeburt erlebt: Als sie in der 16. Woche schwanger war, hat sie ihr Kind verloren. Um ihre eigene Erfahrung und die von anderen Frauen sichtbar zu machen, hat sie ein Buch geschrieben: „Mutter ohne Kind: Das Tabu Fehlgeburt und was sich ändern muss“ ist im Klett-Cotta Verlag erschienen.

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Fehlgeburt — immer noch ein Tabu

Jede dritte Frau erleidet in den ersten zwölf Wochen einer Schwangerschaft eine Fehlgeburt — so schätzt der Berufsverband der Frauenärzte. Eine Schätzung ist das auch deshalb, weil es bisher noch keine genauen Zahlen gibt. Das liegt auch daran, dass Fehlgeburten — im Gegensatz zu Totgeburten — nicht der standesamtlichen Meldepflicht unterliegen. Von einer Totgeburt wird gesprochen, wenn bei dem Kind nach der Geburt kein Lebenszeichen festgestellt werden kann und das Geburtsgewicht mindestens 500 Gramm beträgt.

Dass das Thema immer noch ein Tabu zu sein scheint, hat verschiedene Ursachen: So wird in der Gesellschaft grundsätzlich wenig über den Tod gesprochen. Es hat außerdem, laut der Journalistin Eva Lindner, auch mit der gesellschaftlichen Erwartungshaltung zu tun, wenn es um die Themen Schwangerschaft und Geburt geht: „Wir erwarten von Frauen, dass sie nur positive Nachrichten über ihre Schwangerschaften überbringen.“

Alles andere werde von der Gesellschaft oft einfach ausgeblendet.

Wie über das Thema gesprochen werden sollte

Dabei wäre ein anderer Umgang mit dem Thema Fehlgeburt durchaus möglich und sinnvoll. Vor allem würde eine andere Betrachtung es ermöglichen, den Betroffenen zu helfen. Im vergangenen Jahr hat es dazu auch eine Anhörung im Deutschen Bundestag gegeben. Dazu gibt es jede Menge Verbesserungsbedarf — sowohl juristisch als auch in der psychologischen Betreuung.

Warum sind Fehlgeburten immer noch ein Tabu — und wie können wir besser darüber sprechen? Das fragt detektor.fm-Moderatorin Alea Rentmeister in dieser Folge von „Zurück zum Thema“ Eva Lindner. Sie ist freie Journalistin und hat selbst eine Fehlgeburt erlebt: Als sie in der 16. Woche schwanger war, hat sie ihr Kind verloren. Um ihre eigene Erfahrung und die von anderen Frauen sichtbar zu machen, hat sie ein Buch geschrieben: „Mutter ohne Kind: Das Tabu Fehlgeburt und was sich ändern muss“ ist im Klett-Cotta Verlag erschienen.

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