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Edmond Halley entdeckt 1718 die Eigenbewegung der Sterne

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Astronom, Seemann, Diplomat, Abenteurer und Gentleman: Edmond Halley ist vielseitig - und immer in Bewegung. So wie die Fixsterne, deren Eigenbewegung er entdeckt.


Im Jahr 1677 fertigt Edmond Halley im Auftrag des britischen Königs eine präzise Karte des Südhimmels. Denn die Krone hat ein vordringliches Ziel: Herrschaft über die Weltmeere - ein britisches Empire. Bei der Kartierung stößt Halley auf eine Sensation: Die Fixsterne sind offenbar beweglich - und nicht fix, wie die alten Griechen gedacht haben.
Doch der 22-Jährige geht der Frage nicht weiter nach. Denn damit stellt er die letzten Reste des alten Weltbildes infrage: die göttliche Himmelssphäre mit den angeblich unverrückbaren Fixsternen. Das könnte Ärger mit der Kirche bedeuten und seine Karriere gefährden.
Zuvor hatte Kopernikus schon die Erde aus der Mitte des Kosmos zwischen die Planeten verbannt und Kepler die perfekten Kreise der Planetenbahnen durch Ellipsen ersetzt. Deshalb beschäftigt sich Halley erst 40 Jahre später wieder mit seiner These und untersucht 1718, ob sich die hellsten Fixsterne bewegen. Das Resultat: Er beobachtet tatsächlich eine sogenannte Eigenbewegung der Sterne.
Damit eröffnet Halley einen komplett neuen Blick auf das Universum: Nicht nur die Planeten des Sonnensystems, sondern auch die Sonne und alle Fixsterne bewegen sich. Erst im 20. Jahrhundert können Astronomen die Geschwindigkeit der Sterne messen - und lernen: Das Universum dehnt sich aus.
In diesem Zeitzeichen erzählt Wolfgang Burgmer:

  • Wie Edmond Halley mit 19 Jahren den königlichen Astronomen John Flamsteed verblüfft.
  • Warum Halley als Astronom auf der Insel St. Helena arbeiten will.
  • Weshalb sich Halley mit der Bestimmung des Längengrads beschäftigt.
  • Welche Bitte er an Isaac Newton richtet.
  • Und welche Geräte der Seemann Halley für die Seenotrettung konzipiert und testet.

Das sind unsere wichtigsten Quellen:
  • Julie Wakefield: Halley's Quest. A Selfless Genius And His Troubled Paramore. Washington D.C. 2005.
  • Alan Cook: Edmond Halley. Charting the Heavens and the Seas. Oxford 1998
  • Sibylle Anderl: Dunkle Materie. das große Rätsel der Kosmologie. München 2023

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Die Macher hinter diesem Zeitzeichen:
Autor: Wolfgang Burgmer
Redaktion: Matti Hesse

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Im Jahr 1677 fertigt Edmond Halley im Auftrag des britischen Königs eine präzise Karte des Südhimmels. Denn die Krone hat ein vordringliches Ziel: Herrschaft über die Weltmeere - ein britisches Empire. Bei der Kartierung stößt Halley auf eine Sensation: Die Fixsterne sind offenbar beweglich - und nicht fix, wie die alten Griechen gedacht haben.
Doch der 22-Jährige geht der Frage nicht weiter nach. Denn damit stellt er die letzten Reste des alten Weltbildes infrage: die göttliche Himmelssphäre mit den angeblich unverrückbaren Fixsternen. Das könnte Ärger mit der Kirche bedeuten und seine Karriere gefährden.
Zuvor hatte Kopernikus schon die Erde aus der Mitte des Kosmos zwischen die Planeten verbannt und Kepler die perfekten Kreise der Planetenbahnen durch Ellipsen ersetzt. Deshalb beschäftigt sich Halley erst 40 Jahre später wieder mit seiner These und untersucht 1718, ob sich die hellsten Fixsterne bewegen. Das Resultat: Er beobachtet tatsächlich eine sogenannte Eigenbewegung der Sterne.
Damit eröffnet Halley einen komplett neuen Blick auf das Universum: Nicht nur die Planeten des Sonnensystems, sondern auch die Sonne und alle Fixsterne bewegen sich. Erst im 20. Jahrhundert können Astronomen die Geschwindigkeit der Sterne messen - und lernen: Das Universum dehnt sich aus.
In diesem Zeitzeichen erzählt Wolfgang Burgmer:

  • Wie Edmond Halley mit 19 Jahren den königlichen Astronomen John Flamsteed verblüfft.
  • Warum Halley als Astronom auf der Insel St. Helena arbeiten will.
  • Weshalb sich Halley mit der Bestimmung des Längengrads beschäftigt.
  • Welche Bitte er an Isaac Newton richtet.
  • Und welche Geräte der Seemann Halley für die Seenotrettung konzipiert und testet.

Das sind unsere wichtigsten Quellen:
  • Julie Wakefield: Halley's Quest. A Selfless Genius And His Troubled Paramore. Washington D.C. 2005.
  • Alan Cook: Edmond Halley. Charting the Heavens and the Seas. Oxford 1998
  • Sibylle Anderl: Dunkle Materie. das große Rätsel der Kosmologie. München 2023

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