Folge#55 mit Christoph Würger und Frodo: „Spieler:innen als Menschen wahrnehmen!“

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Von Sabrina Weinert (Rostock Rotates) entdeckt von Player FM und unserer Community - Das Urheberrecht hat der Herausgeber, nicht Player FM, und die Audiodaten werden direkt von ihren Servern gestreamt. Tippe auf Abonnieren um Updates in Player FM zu verfolgen oder füge die URL in andere Podcast Apps ein.
Game Faces powered by Blue

Folge 55 von „Game Faces powered by Blue”, dem Podcast, bei dem alles, aber auch wirklich alles besprochen wird, was mit Gaming zu tun hat. Heute mit Christoph Würger alias ‘MoSiTingKeWeiDe’. Wie er auf diesen Namen kommt, wie er als Coach arbeitet, worauf es ihm bei dem Job wirklich ankommt. Das alles erzählt er Frodo und euch in dieser wunderbaren neuen Folge.

Nicht um den heißen Brei reden, sondern straight Sachen liefern und das jeden Tag. Das ist geil. Wenn du in einem Raum mit fünf Haien bist, macht es einfach viel mehr Spaß, als wenn du quasi vor dich hin spielst. Das ist die eine Sache. Desto höher du kommst, desto höher der Druck, desto mehr verlangt das Team aber, desto mehr Spaß hat man, wenn man gewinnt.“

Frodos Fragen an Christoph:

  • Erzähl uns deine Gaming Story.
  • Warum League of Legends?
  • Wie kommt es zu deinem Nickname MoSiTingKeWeiDe?
  • Wie bist du zur esports player foundation gekommen?
  • Was ist dein Ziel bei der esports player foundation?
  • Was macht ein Coach bei der esports player foundation?
  • Wie sieht dein Tagesablauf in der Regel aus?
  • Wie sieht ein “normales” Coaching aus?
  • Ist es einfacher, rein digital zu coachen, oder ist ein “offline” coachen effektiver?
  • Wie kann man sich die Zusammenarbeit mit den Talenten vorstellen?
  • Welche Skills bringst du mit, um ein guter Coach zu sein?
  • Was macht für dich einen guten Coach aus?
  • Wie gehst du mit Fehlern um?
  • Was war bisher dein größter Erfolg?
  • Wie wirst du gecoacht?
  • Was wünscht du dir für die Zukunft? Welche Hürden liegen noch vor dir?
  • Wer ist dein Idol?
  • Kann ein Otto-Normal-Spieler auch von dir gecoacht werden, oder etwas von dir lernen?
  • Wie gehst du generell mit Tipps und Hilfe öffentlich um? Fragen dich viele Leute online um Tipps?

Wie sieht ein “normales” Coaching aus?

„Die Basics, die immer kommen müssen, sind recaps. Was haben wir die letzten Wochen oder was haben wir die letzten Tage gelernt? Dann individuelle goals oder goals generell sind superwichtig.“ – „Dann was ist das Play? Wofür spielen wir? Was ist das Wort der Woche? Und jedes Team lebt von Ritualen, man braucht ein Ritual. Man muss ein Team werden. Und das schafft man nur, indem man ein Ritual hat. Zum Beispiel, wenn man zusammen aufsteht oder wenn man zusammen essen geht.“

Was macht für dich einen guten Coach aus?

„Was du auch mitbringen musst, ist knowledge. Du musst matchup knowledge haben. Du musst wissen, wie das Game gespielt wird. Was gewinnt dir das Game? Was sind die Plays? Was machen die Top-Teams? Wie präsentierst du? Wie kannst du Spielern ein Play beibringen? Wie ist dein Stil? Wie ist deine Coaching-Philosophie?“ – „Ich denke Struktur. Ich denke emotionale Intelligenz ist superwichtig und Menschlichkeit. Also sich hineinversetzen in die Lage eines Spielers. Empathie ist superwichtig.“ – „Du als Coach bist menschlich, du musst Emotionen zeigen. Eine Sache, die superwichtig ist, ist Respekt. Du darfst auf keinen Fall, um keinen Preis ein Verhältnis mit einem Spieler breaken, indem du ausfallend wirst.“ – „Man hat die Leute, die close bei einem sind und die einem Mut geben. Und das ist das Wichtigste, was man als Coach machen kann. Confidence, man muss den Spielern confidence mitgeben, nur dann sind sie in der Lage am Wochenende, wenn es auf alles drauf ankommt, gegen Teams wie Fnatic, gegen Teams wie Rock im Studio zu performen.“

Wie sieht Chris´ Tagesablauf in der Regel aus?

„Früher sah es noch ziemlich wild aus. Die esports player foundation hat mir echt geholfen, da ein bisschen mehr Struktur reinzubekommen. Wir starten den Tag hier meistens von 9 Uhr bis 10 Uhr mit einem Training.“ – „Und das läuft immer so eine Stunde. Das ist um ein bisschen aktiv zu werden, um aufzuwachen, auch um sich zu dehnen, weil man ja den ganzen Tag sitzt.“ – „Danach dann Routine, straight into, was sind die letzten Games.“ – „Games angucken, Präsentationen machen.“

Gibt es Tipps, wo du sagst, die sind für alle anwendbar, um seine Basics zu verbessern?

„Wenn die Spieler im Game sind, müssen die loose sein. Das heißt, die dürfen im Moment keine Störfaktoren haben, keine distractions. Die muss man minimieren. Das heißt, sie müssen wirklich das Game gut lesen können. Wie macht man das? Erst mal auf der einen Seite haben wir die Emotion. Das sind die Sachen, die superwichtig sind. Damit müssen Spieler umgehen können.“ – „Alles in eure Peripherie was ihr sehen könnt, kann eine distraction sein. Deswegen muss euer workplace clean sein, euer Handy darf nicht am Platz sein. Es ist die größte distraction in unserem century hier. Unsere größte Hürde als Millennial.“ –„Confidence, wir müssen an uns glauben. Das ist Nummer eins. Nummer zwei: Macht euch eine matchup-Liste. Macht euch Champions, die ihr regelmäßig practiced, die ihr versteht, aber auch wo ihr Spaß habt. Nicht vergessen League of Legens ist ein Spiel und wir wollen auch Spaß haben.“

In der echten Welt oder im Leben gibt es climber und es gibt builder und hier hat man das auf jeden Fall verstanden. Man baut Championships, man baut winning teams, aber man climbed nicht. Man kann nicht über andere drüber klettern. Das geht nicht.”

Danke dir lieber Christoph für den sehr interessanten Einblick in die Arbeitswelt eines Coaches. Den grandiosen Sound von Max ‚Frodo‘ verdanken wir Logitech G und Blue. Wenn ihr weitere Folgen hören wollt, einfach hier entlang. Wenn ihr unbedingt einen Gast hier im Podcast haben wollt, schreibt uns oder Frodo bei Twitter mit #GameFaces und wir setzen alle Hebel in Bewegung, das möglich zu machen.

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