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Komponist und Freiheitskämpfer: Danae Dörken spielt Mikis Theodorakis

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Seine Musik machte den Sirtaki zum griechischen Kulturgut

Als Hauptdarsteller im Film „Alexis Sorbas“ machte Anthony Quinn den griechischen Volkstanz Sirtaki weltberühmt. Doch es ist ein Volkstanz, den es eigentlich gar nicht gibt. Mikis Theodorakis hat den Sirtaki für den Film „Alexis Sorbas“ gewissermaßen erfunden. Heutzutage hat sich der Sirtaki tatsächlich zu einem Volkstanz entwickelt und gilt als nationales Kulturgut Griechenlands. Es gab Zeiten, in denen Mikis Theodorakis diesen Tanz verflucht hat, weil er sein ganzes Werk auf dieses eine Stück reduziert sah. Dabei gibt es in der erstaunlich langen Werkliste von Theodorakis einiges mehr zu entdecken – darunter Opern, Ballette, Filmmusiken, Sinfonien, Kammermusik und zahlreiche Lieder.

Komponist, Widerstandskämpfer, Politiker

Die rechten Diktaturen, den Zweiten Weltkrieg, die deutsche Besatzung, die Militärjunta, die Versuche einer Demokratisierung und die Wirtschaftskrise – all das hat Mikis Theodorakis erlebt, und zwar an vorderster Front, als Widerstandskämpfer, als Komponist und als Politiker. Immer wieder wird er verhaftet, gefoltert und teilweise erst in allerletzter Minute gerettet. Geboren wird Theodorakis 1925 auf der Insel Chios. Als Kind reist er umher, sein Vater ist Regierungsbeamter und wechselt von Ort zu Ort. Theodorakis ist dabei umgeben von Bildung und Kultur. Er lernt Instrumente zu spielen, komponiert früh, gründet einen Chor. Ab 1943 studiert er Musik in Athen, später auch in Paris. Während seiner Zeit am Athener Konservatorium tobte der Zweite Weltkrieg. 1941 besetzen die deutschen Truppen das Land am Mittelmeer. Es folgen politische Unruhen und die schlimmste Hungersnot in der Geschichte Griechenlands. Theodorakis schließt sich der EAM an, der linksgerichteten „Nationalen Befreiungsfront“, und kämpft im Widerstand gegen die Deutschen. Auch nach dem Zweiten Weltkrieg kommt die politische Situation in Griechenland nicht zur Ruhe.

… und dazwischen: Musik.

Nach dem Rückzug der deutschen Wehrmacht 1944, wehrt sich Theodorakis mit anderen Gleichgesinnten gegen die Einmischung der Briten. Dann kommt es zum Griechischen Bürgerkrieg und der Komponist wird als kommunistischer Regime-Gegner verhaftet. Das war 1947, im selben Jahr entstehen auch seine elf Präludien für Klavier. Die elf Präludien von Theodorakis sind kurze Szenen, die die Hörerinnen und Hörer immer wieder in neue Situationen hineinwerfen. Ständig lösen neue musikalische Sequenzen und Motive die vorausgegangenen ab. Sie klingen mal melancholisch, mal tänzerisch, mal nachdenklich, mal ausgelassen.
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Seine Musik machte den Sirtaki zum griechischen Kulturgut

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Komponist, Widerstandskämpfer, Politiker

Die rechten Diktaturen, den Zweiten Weltkrieg, die deutsche Besatzung, die Militärjunta, die Versuche einer Demokratisierung und die Wirtschaftskrise – all das hat Mikis Theodorakis erlebt, und zwar an vorderster Front, als Widerstandskämpfer, als Komponist und als Politiker. Immer wieder wird er verhaftet, gefoltert und teilweise erst in allerletzter Minute gerettet. Geboren wird Theodorakis 1925 auf der Insel Chios. Als Kind reist er umher, sein Vater ist Regierungsbeamter und wechselt von Ort zu Ort. Theodorakis ist dabei umgeben von Bildung und Kultur. Er lernt Instrumente zu spielen, komponiert früh, gründet einen Chor. Ab 1943 studiert er Musik in Athen, später auch in Paris. Während seiner Zeit am Athener Konservatorium tobte der Zweite Weltkrieg. 1941 besetzen die deutschen Truppen das Land am Mittelmeer. Es folgen politische Unruhen und die schlimmste Hungersnot in der Geschichte Griechenlands. Theodorakis schließt sich der EAM an, der linksgerichteten „Nationalen Befreiungsfront“, und kämpft im Widerstand gegen die Deutschen. Auch nach dem Zweiten Weltkrieg kommt die politische Situation in Griechenland nicht zur Ruhe.

… und dazwischen: Musik.

Nach dem Rückzug der deutschen Wehrmacht 1944, wehrt sich Theodorakis mit anderen Gleichgesinnten gegen die Einmischung der Briten. Dann kommt es zum Griechischen Bürgerkrieg und der Komponist wird als kommunistischer Regime-Gegner verhaftet. Das war 1947, im selben Jahr entstehen auch seine elf Präludien für Klavier. Die elf Präludien von Theodorakis sind kurze Szenen, die die Hörerinnen und Hörer immer wieder in neue Situationen hineinwerfen. Ständig lösen neue musikalische Sequenzen und Motive die vorausgegangenen ab. Sie klingen mal melancholisch, mal tänzerisch, mal nachdenklich, mal ausgelassen.
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