Eisensteins Medienarchäologie: Zu den Vorarbeiten zu einer „Allgemeinen Geschichte des Kinos”

 
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Sergei M. Eisenstein arbeitete in den letzten beiden Jahren seines Lebens am Projekt einer Allgemeinen Geschichte des Kinos. Er hinterließ das Projekt bei seinem Tod im Februar 1948 unvollendet. Eisensteins letzte große theoretische Unternehmung lässt sich unter verschiedenen Gesichtspunkten lesen: Als Überblick über die intermedialen Beziehungen des Kinos zu den anderen Künsten; als eine großangelegte Genealogie aller Medien, die man als Vorläufer der Ausdrucksmöglichkeiten des Kinos verstehen kann; als Versuch, eine Anthropologie der Bilder zu entwickeln, die dem Kino seinen Ort in einem breiten Spektrum von Medien zuweist, angefangen bei Totenmasken, Abgüsse von Körperteilen und Mumien; und schließlich als eine Medienarchäologie, die sich darum bemüht, verschiedene Modelle der historischen Entwicklung in Anschlag zu bringen, um den historischen Ort des Filsm als Medium zu verstehen: Seine Vorgschichte, seine Gegenwart (in den Jahren 1946-48), und seine künftigen Entwicklungen, die sich mit der Einführung von 3D-Kino und Fernsehen schon abzeichnen.

Antonio Somaini is Professor of Film, Media, and Visual Culture Theory at the Université Sorbonne Nouvelle Paris 3. His research deals with the film, media and montage theories of the 1920s and 1930s, and with issues related to contemporary visual and media culture. The English translation of his 2011 book Eisenstein. Cinema, Art History, Montage is forthcoming by The University of Illinois Press. His edition of Sergei M. Eisenstein’s Notes for a “General History of Cinema” has been published in French in 2014 by the Editions de l’AFRHC (Association Française de Recherche sur l’Histoire du Cinéma), and is forthcoming in English by Amsterdam University Press.

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