Streitraum: »Corona und der Backlash für Frauen«

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Streitraum: »Corona und der Backlash für Frauen« Carolin Emcke im Gespräch mit Teresa Bücker (Journalistin und Autorin) und Christina Clemm (Rechtsanwältin) Am 14. Februar 2021 Die Corona-Pandemie mit den wiederholten Lockdown-Phasen verlangte von allen einen Rückzug ins Häusliche. Die sonst übliche Mobilität, das Reisen oder nur das Rausgehen zur Arbeit wurde mindestens unterbrochen und vielfach ins Homeoffice verlagert. Wann immer Kitas oder Schulen geschlossen wurden, kam für Eltern oder Alleinerziehende noch die Kinderbetreuung zuhause hinzu. Was für Auswirkungen hatten diese Beschränkungen auf die Frauen? Welche Retraditionalisierungsdynamiken waren zu beobachten? Wie ungleich waren die psychischen oder sozialen Belastungen für Frauen? Wie haben sich die Exzesse partnerschaftlicher Gewalt in dieser Zeit entwickelt? Welche politischen Konzepte haben gefehlt? Wie groß ist die Gefahr, dass sich die Geschlechterungerechtigkeiten langfristig vertiefen? TERESA BÜCKER (*1984, Meschede) arbeitet als Journalistin und Autorin zu gesellschaftspolitischen Themen. Seit 2019 ist sie Kolumnistin des SZ-Magazins und erörtert dort radikale Fragen, um ein kritisches Um- und Weiterdenken über grundlegende Themen des Zusammenlebens voranzutreiben. Zuvor arbeitete sie fünf Jahre lang als Chefredakteurin des Onlinemagazins EDITION F und wurde 2017 als »Journalistin des Jahres« ausgezeichnet sowie 2019 erneut in der Kategorie »Kultur«. CHRISTINA CLEMM (*1967, München) ist Fachanwältin für Strafrecht und Familienrecht in Berlin und arbeitet u.a. als Strafverteidigerin und als Neben­klagevertreterin von Opfern sexualisierter, rassistisch und rechtsextrem motivierter und LGBTIQ* -feindlicher Gewalt. Häufig vertritt sie Frauen, die Opfer von sog. Partnerschaftsgewalt oder anderer misogyner Gewalt geworden sind an der Schnittstelle von Familienrecht und Strafrecht. Sie veröffentlicht in zahlreichen Fachzeitschriften, war mehrfach als Sachverständige im dt. Bundestag und gibt Fortbildung zu Fragen geschlechtsspezifischer Gewalt und Opferschutz. 2020 erschien ihr Buch »AktenEinsicht. Geschichten von Frauen und Gewalt« (Verlag Antje Kunstmann).

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