#33 Lehmbau & Prozesse mit offenem Ausgang feat. Ute Reeh

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Von Philip & Michael Kalkbrenner and Michael Kalkbrenner entdeckt von Player FM und unserer Community - Das Urheberrecht hat der Herausgeber, nicht Player FM, und die Audiodaten werden direkt von ihren Servern gestreamt. Tippe auf Abonnieren um Updates in Player FM zu verfolgen oder füge die URL in andere Podcast Apps ein.

Die Frage an das Bauingenieurwesen des 21. Jahrhunderts ist und bleibt, auch nach der Sommerpause des Podcasts: Wie können wir nachhaltiger und sogar klimaneutraler bauen? Wir haben schon viel über effiziente Tragwerke, verantwortliche Nutzung von Materialien bis hin zu Kreislaufwirtschaft, Materialpässen und Mobilienwirtschaft debattiert. Aber, und das ist Thema dieser Episode, was haben moderne Prozessstrukturen mit Nachhaltigkeit zu tun. Wie werden nachhaltige Lösungen entwickelt und wie definieren wir eigentlich Probleme? All das hängt damit zusammen wie wir arbeiten, mit wem wir arbeiten und wie wir uns während der Problemdefinition und Lösungssuche gemeinschaftlich verhalten. Ein, dem Bauingenieurwesen vermeintlich fernes, Berufsfeld: die Kunst, ist eine Inspirationsquelle für moderne Prozesszusammenarbeit. Das beweist uns Ute Reeh.

Ute ist bildende Künstlerin, sie hat auf ihrem langen Berufsweg schon an vielen verschiedenen deutschen Kunstakademien unterrichtet. Daher weiß sie ziemlich genau wie Künstler*innen ticken, und wie deren Projekte, ohne zuvor bestimmtes Ziel angegangen werden müssen, um dann doch zu einem Ziel zu führen.

Ihr aktuelles Projekt ist die Alhambra Brandenburg, ein Großbauprojekt bei dem Lehm das primäre Baumaterial sein soll. Das Ziel ist hier ganz klar. An der Neubaustrecke der A14 soll in der Nähe von Nebellin eine 4 - 4,5 km lange Lärmschutzwand aus Lehm errichtet werden. Was hier aber noch nicht klar ist: Wie kommt mensch dahin? Dieser Frage widmet sich Ute und hat deshalb das Zentrum für Peripherie gegründet. Dort arbeitet ein interdisziplinäres Team auf den Erfolg der Alhambra Brandenburgs hin.

Ute erzählt uns über dieses Projekt und stellt damit die konventionelle Herangehensweise an Großbauprojekte in Frage. Michi & Philip von Baustelle Bauwesen finden dass die Lehmbau Lärmschutzwand ein Leuchtturm Projekt für das nachhaltige Bauwesen des 21. Jahrhunderts ist. Es greift nämlich da an wo wir uns als Menschen am besten auskennen - bei der fachübergreifenden sozialen Zusammenarbeit. Viel Spaß mit dieser Comeback Episode nach der Sommerpause.

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