Was für und gegen Gold spricht

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Von Julia Kistner entdeckt von Player FM und unserer Community - Das Urheberrecht hat der Herausgeber, nicht Player FM, und die Audiodaten werden direkt von ihren Servern gestreamt. Tippe auf Abonnieren um Updates in Player FM zu verfolgen oder füge die URL in andere Podcast Apps ein.

Was man seit Jahresbeginn wieder einmal sieht ist, dass Gold als Krisen-Währung nicht ausgedient hat, Krypto-Assets waren es nie – weder eine Währung noch krisenresistent. Der Goldpreis legte im ersten Quartal um sechs Prozent zu, der beste Jahresauftakt seit fünf Jahren, betont die Societé Generale. Gold notierte nach Ostern kurzfristig sogar über 2000 Euro, liegt aktuell aber nur noch bei 1717 Euro. Das zeigt wieder einmal, wie stark der Goldpreis auch schwankt. Trotz jüngster Rückgänge hat das Edelmetall in Euro seit Jahresbeginn rund 8,5 Prozent zugelegt, wofür aber ausschließlich der starke Dollar verantwortlich ist, in dem Gold ja notiert. In Dollar gerechnet steht die Krisenwährung Gold nämlich sogar etwas unter dem Niveau zu Jahresbeginn. Auch noch gut, verglichen mit den zweistelligen Verlusten an den Aktienmärkten, vom kapitalen Sturz der Krypto-Assets ganz zu schweigen. Da sind zum einen die Inflationsängste. Warum Anleger aber vor allem Gold als sicheren Hafen ansteuern ist natürlich der Ukraine-Krieg. In Gold-ETFS flossen Daten des World Economic Council zufolge im ersten Quartal 173 Tonnen, das ist mehr, als 2021 aus Gold-ETFs noch abgezogen wurde. In den letzten drei Wochen sind Rohstoffexperten der Commerzbank zufolge aber auch wieder 58 Tonnen aus börsennotierten Gold-Fonds abgeflossen. Denn das aktuelle Umfeld, steigende Anleihenrenditen und Zinsen und ein starker Dollar sind bekanntlich Gift für Gold. Wie es weiter geht mit Gold hängt vom Ausmaß und von der Dauer des Ukraine-Kriegs ab. Leistet sich Putin weitere Gräueltaten, vielleicht sogar mit Verkäufen russischer Goldreserven. Wichtig ist aber vor allem auch, wie die Notenbanken auf die Inflation reagieren. Daher sollte man die Aussagen deren Chefitäten und Notenbanktagungen in nächster Zeit genau beobachten. Die US-FED tagt zu Zinsen als Nächstes am 15. Juni und 27. Juli 2022. Die Sitzungen der Europäische Zentralbank mit Zinsentscheidungen finden etwas früher, am 9. Juni und am 21. Juli 2022 statt.

Rechtlicher Hinweis: Für Verluste, die aufgrund von getroffenen Aussagen entstehen, übernimmt die Autorin, Julia Kistner keine Haftung.

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