Knut Brockmann öffentlich
[search 0]
Mehr
Download the App!
show episodes
 
Loading …
show series
 
Wir wissen ja auch, dass Alien (1979) seine Handlung an Mario Bavas eventuell berühmtesten Werk neben Die Stunde, wenn Dracula kommt (1960) anlehnt, also an unseren heutigen Archiv-Beitrag Planet der Vampire (1965). Aber in seinem Kern hat Ridley Scotts Horror-Science Fiction so viel mit dem Bava-Klassiker zu tun, wie dessen international titelgebe…
  continue reading
 
Als Der Mann der Liberty Valance erschoss 1962 Premiere feiert, ist John Ford 68 Jahre alt. Der letzte große Film des Meisters wird eine Bestandsaufnahme des eigenen Schaffens und zur direkten Auseinandersetzung mit der jungen Generation, die das klassische Hollywood Ford’scher Prägung gerade ablöst. Wir reden darüber, wie Liberty Valance zuerst wi…
  continue reading
 
Als zweiten Film für unseren #Japanuary haben wir uns Hideo Nakatas Dark Water ausgesucht. Nakatas berühmtester Beitrag zur J-Horror-Welle der frühen Nullerjahre war eine kalkulierte, überaus präzise inszenierte Geisterbahnfahrt. Bei Dark Water geht Nakata sehr viel behutsamer vor: wirkliche Horrorsequenzen sind selten. Stattdessen wird hier ein he…
  continue reading
 
Weiter geht es mit unseren Verspätungen, jetzt ist die Aufnahme schon brav Anfang des Jahres erfolgt und damit zum Anfang des #Japanuary, aber erst Mitte des Monats können wir ausliefern. Immerhin passt es noch gerade so in den Hashtag-Zeitraum. Dafür wird es aber auch kontrovers: denn DAS HÖLLENTOR kann vor allem Knut nicht komplett überzeugen – z…
  continue reading
 
Jetzt haben wir sogar unsere eigene Tonspur veralten lassen – was Mitte Dezember hätte online gehen sollen, kommt jetzt zum 01.01.2023: Frohes Neues! …Und Happy Noirvember, …irgendwie? Aber glaubt uns: über diesen Film zu sprechen lohnt sich, zu jeder Zeit. POOL OF LONDON ist nicht nur ein hevorragendes Stück Kino, Film Noir und British Noir, er is…
  continue reading
 
Ha, nur ein Tag zu spät! Weiter geht’s im #Noirvember, dieses Jahr mit dem Zusatz: British Edition. Nachdem wir letzte Woche bei IT ALWAYS RAINS ON SUNDAY (1947) im Pre-Kitchen Sink-Kino waren, bei dem Realismuseffekte groß und Melodrama klein geschrieben wurde, wenden wir uns dieses Mal einem Film aus dem gleichen Jahr zu, der quasi umgekehrt an d…
  continue reading
 
Wir haben wieder ein wenig gebraucht, aber kein #Noirvember ohne uns Filmarchivare. Dieses Jahr erweitern wir den Hashtag sogar ein wenig: Noirvember, British Edition! Denn wir reden über Noir aus und im Nachkriegs-England, hergestellt bei den berühmten Schwarzhumor-Meistern in den Ealing-Studios. Regisseur Robert Hamer bedient sich bei der Ästheti…
  continue reading
 
Der Kontrast zur letzten Woche #horrorctober oder #schocktober im Filmarchiv könnte kaum größer sein: auf der einen Seite Lewton/Wise mit Der Leichendieb, modernistisch, psychologisch, existenzialistisch. Auf der anderen Seite jetzt Paul Morrisseys Flesh for Frankenstein: bewusster Camp, postmodern, absurd. Wir reden darüber, wie Morrissey Genremot…
  continue reading
 
Wir melden uns mit unserem ersten Beitrag zum #horroctober (oder #schocktober ?) zurück: mit einem Gespräch über Val Lewton und Robert Wises grandiosen Leichendieb (1945). Es geht um einen skrupellosen Arzt im Edinburgh des frühen 19. Jahrhunderts, der nicht davor zurückscheut, die Leichen für den Anatomieunterricht seiner Studierenden aus illegale…
  continue reading
 
Hat ja jetzt lange Zeit gedauert mit der neuen Folge, leider unvermeidlich, so mit Leben und seinen Unwägbarkeiten. Aber wir steigen genau da ein, wo die Archivare eigentlich ausschließlich zu finden sind: im Effektkino, im Kintopp, beim oberflächlichen Spektakel, im Schmuddelkinder-Kino, über das die deutsche Filmpresse allenfalls wohlwollend eine…
  continue reading
 
Ein weiterer Film aus der Reihe „Jochen hat die 80er verpasst“: wir unterhalten uns über Tony Scotts Top Gun. Wir lassen unser Triebwerk aufheulen und lauschen seinem Heulen und Brüllen. Das Metall steht unter Spannung, es bittet uns inständig, ein Wagnis einzugehen. Autobahn in die Gefahrenzone. Flug in die Gefahrenzone. Daten & Verfügbarkeit Top …
  continue reading
 
Ramón Péons LA LLORONA (1933) ist nicht nur die erste Tonfilmversion der Schauergeschichten über eine weinende, kindsmordende Geisterfrau, sondern auch eine bemerkenswert radikale Adaption des Stoffs. Die Handlung spielt in der Gegenwart von 1933 in einem seit frühester Kolonialzeit bestehenden Herrenhaus. Die erstgeborenen Söhne des Hauses kommen …
  continue reading
 
Sind die Hippie-Motive und Neo-Folk-Entwicklungen mit freier Liebe und modernistischer Aufarbeitung der „alten“ Religionen schon Horror? Vielleicht für den katholischen Filmdienst der 70er Jahre. Aber eigentlich ist der Film eine komödiantische Abrechnung mit der Konservativen und dem Neo-Folk der Zeit zugleich. Mit Handkamera und Laiendarstellern …
  continue reading
 
Wichtige Anmerkung: Knut redet über die Regisseurswerdung von Jimmy Wang Yu, dabei verdichtet sich das Ganze zu sehr. Zur Klarstellung: die One-Armed-Swordsman Filme sind von Chang Cheh mit ihm als Hauptdarsteller, er durfte nur einmal bei The Chinese Boxer (1970) bei Shaw Regie führen, danach machte er sich weg. Unsere Folge hat mal wieder einen t…
  continue reading
 
Es ist schwer, uns beide gleichzeitig an die Micros zu bekommen, die Zeiten sind stressig. Aber Knut hat nun Urlaub gehabt und deshalb das Ecke’sche Korrektiv umgangen, um frei über den Push an Releases von Hongkong-Filmklassikern zu sprechen. So alleine ohne die Stütze des Gegenübers sind Verhaspeleien, nicht ganz genaue Filmtitel und mäandernde S…
  continue reading
 
Duccio Tessaris Tony Arzenta eignet sich hervorragend, um das Konzept FilmFilm zu erklären – oder wenn man es verkopfter möchte, die beginnende Postmoderne im italienischen Kino. Anders als in vielen anderen italienischen Krimis der Zeit geht es hier kaum politisch zu, die bleiernen italienischen 70er sind kein Thema. Stattdessen inszeniert Tessari…
  continue reading
 
Aus heutiger Sicht wäre es einfach, CONAN komplett in den Boden zu stampfen: Survival of the Fittest, männliche Machtfantasien, Gewalt als einzige Lösung und Überhöhen eines „King of his own making“ in wagnerischem Sound und Olympia-Ästhetik. Stimmt alles, wenn man es so lesen will, aber es ist halt nicht ganz so einfach. Denn hier gibt es einen we…
  continue reading
 
Nach Antonioni und dem frühen senegalesischen Film legen wir einen rabiaten Spurwechsel hin und kümmern uns um das Regiedebut von Schnittmeister Mark Goldblatt, einem der vielen Talente aus der Corman-Schule für günstiges, effektvolles Filmemachen: DEAD HEAT. Als blutrünstige Variante des DEAD ON ARRIVAL-Stoffes muss Treat Williams als Zombie im Co…
  continue reading
 
Wir wagen zum ersten Mal einen Blick auf das afrikanische Kino, und das gleich mit einem großen Klassiker: Ousmane Sembenes Mandabi, der Startschuss für einen afrikanischen Film mit weltweitem Anschluss. Wir reden über die Unmöglichkeit, als maximale Almans die komplexen Kodes des postkolonialen Senegal zu lesen. Über Sembenes trickreiche Sympathie…
  continue reading
 
Vor ein paar Tagen ist die große Monica Vitti gestorben. Am liebsten würden wir aus diesem Anlass ja eine ihrer vielen Komödien besprechen, aber leider wurden die außerhalb Italiens praktisch nicht auf Blu ray ausgewertet. Deswegen noch einmal eine ihrer Zusammenarbeiten mit Antonioni: einer dieser Scharnierfilme, immer noch der vorangegangenen Tri…
  continue reading
 
Douglas Trumbull ist tot; da kommt unser Filmarchiv um einen kleinen Tribut für den Technik- und Effektpionier kaum herum. Wir haben uns sein Regiedebüt Silent Running aus dem Jahr 1972 ausgesucht – und reden darüber, warum der Film nicht nur aufgrund seiner Produktionsgeschichte in eine Reihe mit Easy Rider und The Last Picture Show gehört: New Ho…
  continue reading
 
Ishiro Hondas Mosura (1961) sollte alleine deswegen schon auf jeder Bestenliste japanischer Filme stehen, weil sein Titelschlager, gesungen vom Zwillingsduo The Peanuts, ein unfassbarer Ohrwurm ist. Aber auch sonst hat dieser erste Auftritt der Riesenmotte etliches zu bieten: da sind die vielen suggestiven Bildern, die Ishiro und sein Team finden, …
  continue reading
 
Wenn das aktuelle Kino mal wieder Bezug auf das klassische Hollywood nimmt, sind wir natürlich dabei. Zum Kinostart von Guillermo del Toros Nightmare Alley unterhalten wir uns über die erste Verfilmung des Romans von William Lindsay Gresham aus dem Jahr 1947 – ein Klassiker des Film Noir, der sich in vielen Punkten von anderen Filmen der ursprüngli…
  continue reading
 
In unserer zweiten #Japanuary Episode wird es wirklich maximal japanisch. Tomu Uchidas The Mad Fox war nie für eine Auswertung im Wesen gedacht und setzt beim Publikum einiges an kulturellem Wissen voraus: über Bunraku- und Kabuki-Konventionen, die späte Heian-Epoche, den mythischen Volkshelden Abe no Seimei. Entsprechend können wir uns nur als lie…
  continue reading
 
Wir starten in den #Japanuary mit dem ersten Teil von Hiroshi Inagakis Miyamoto Musashi-Trilogie. Der war Mitte der 1950er Jahre enorm wichtig bei der Popularisierung des japanischen Films im Westen, aber heutzutage ist es seltsam still um diese Neudeutung des Nationalmythos Miyamoto Musashi geworden. Wir diagnostizieren, woran das liegen könnte – …
  continue reading
 
Italo-Western trifft auch Gangster-Film, absurdes Theater auf Genrekino – Roland Klick macht Klick-Sachen und findet sich immer wieder in einem Spannungsfeld aus Genre-Interpretation und radikalem Auteurismus, der näher am Neuen Deutschen Film ist, als ihm lieb sein dürfte. DEADLOCK ist faszinierendes, aber nicht immer einfaches Kino aus der Umbruc…
  continue reading
 
Polizist Lo Sa (Suet Lam) wird von Triaden in einen Hinterhalt gelockt und verprügelt. Als er wieder zu sich kommt, ist seine Dienstwaffe verschwunden. Und weil demnächst eine Beförderung ansteht, hat er keinesfalls vor, diesen Verlust seinen Vorgesetzten zu melden. Stattdessen macht er sich mit Unterstützung von Sergeant Mike Ho (Simon Yam) auf di…
  continue reading
 
Es ist #noirvember, und wir haben uns da was ausgedacht. Anstatt über große Klassiker des Noir zu sprechen, wollen wir das „Serie“ in „Schwarze Serie“ ernst nehmen – und Noir genau als solche begreifen. Das geht kaum besser als mit den Columbia Noir-Boxen des Indicator-Labels. Diesmal haben wir uns Edward Dmytryks The Sniper und Robert Parrishs The…
  continue reading
 
Es ist #noirvember, und wir haben uns da was ausgedacht. Anstatt über große Klassiker des Noir zu sprechen, wollen wir das „Serie“ in „Schwarze Serie“ ernst nehmen – und Noir genau als solche begreifen. Das geht kaum besser als mit den Columbia Noir-Boxen des Indicator-Labels. Wir reden über Don Siegels „The Lineup“ und „Drive a Crooked Road“ von R…
  continue reading
 
Ja, wir beschließen den #horrorctober eigentlich im #noirvember, aber so ist es eben manchmal im Leben: es ist nicht wirklich vorhersehbar. Im beschaulichen Kaff Perfection, einer wahren Sackgasse im modernen Rest des Western-Countries, geht es den 14 Einwohnern nicht anders. Denn: nicht einmal der härteste Prepper rechnet damit, dass statt dem ewi…
  continue reading
 
Film Zwei im #Horroctober ist wie schon unser Ausflug nach Italien mit Lucio Fulci letzte Woche eine Art Zwitter-Wesen in Sachen Spannungskino, diesmal irgendwo zwischen dem berühmten tschechoslowakischen Märchenfilm und einer wahren Horror-Umformulierung des noch berühmteren französischen Märchens Die Schöne und das Biest. Der Stoff wird von Regis…
  continue reading
 
Es ist Horrorktober und wir wagen uns an einen Genrevertreter von Lucio Fulci. Allerdings: wenn wir im Filmarchiv Fulci gucken, dann konsequent gegen den Strich – nicht die berühmten Blut-, Maden- und Gedärmopern, sondern die gepflegten Gialli und Gothic-Thriller. Diesmal haben wir beim britischen Label Shameless ein ganz besonders erfreuliches Exe…
  continue reading
 
Tauwetter in Moskau, für den Film eröffnen sich neue Möglichkeiten – und dann wird ein Kader-Regisseur kurzfristig vom Projekt Iwans Kindheit abgezogen: ohne diese Voraussetzungen hätte es Andrei Tarkowskys Debütfilm nicht gegeben. Den Stoff an sich hätte man problemlos zu einer zu dieser Zeit im sowjetischen Kino üblichen Heldenerzählungen über de…
  continue reading
 
Spurensuche: wann kommt der Modernismus in den Film? Zum Beispiel in Roberto Rossellinis Bergman-Trilogie in den frühen 50ern, zu der Viaggio in Italia gehört (dem dämlichen deutschen Titel verweigern wir uns einfach). Das merkt man schon, wenn man sich an einer Inhaltsangabe versucht. Ein reiches britisches Ehepaar (Ingrid Bergman und George Sande…
  continue reading
 
Belmondo hatten wir natürlich schon im Archiv, zum Beispiel in Godards Pierrot le fou und Truffauts La sirène du Mississippi. Anlässlich seines betrüblichen Todes vor allen Tages wollen wir uns diesmal mit der zweiten Phase seiner Karriere nach den Jahren der Nouvelle Vague auseinander setzen: es geht um Bébel den Actionhelden. Georges Lautners Der…
  continue reading
 
Eine kleine Tribute-Episode für den kürzlich verstorbenen Richard Donner: Wir graben seinen ersten Lethal Weapon-Teil aus. Und sind erstaunt darüber, wie sehr diese Einstandsepisode der Blockbusterreihe noch an New Hollywood erinnert, mit seinen verletzlichen, einsamen Männern mit Vietnamtrauma, dem realistischen Gestus der Kamera, der Psychologisi…
  continue reading
 
Ungefähr eine halbe Stunde lang könnte man Jack Hills Blaxploitation-Klassiker Foxy Brown fast für eine Komödie halten. Foxys Bruder Link gerät in Schwierigkeiten mit einem Drogenkartell? Die Schwester holt ihn mit dem Auto ab, fährt die – natürlich weißen – Schergen über den Haufen. Ein henchman zappelt kopfüber aus dem Dachfenster, der andere wim…
  continue reading
 
In einem noblen Modehaus nahe Rom werden Models ermordet. Von einer Gestalt im Trenchcoat ohne Gesicht. Der Mörder trägt schwarze Lederhandschuhe. Und die Leiber seiner Opfer drapiert er als tableaux morts mit größtmöglicher Publikumswirksamkeit. Es ist 1964 und Mario Bava erfindet mit Blutige Seide (und vielleicht im Vorjahr auch mit La ragazza ch…
  continue reading
 
Ein Giallo ist Die Teuflischen natürlich nicht. Aber was man mit Bestimmtheit sagen kann: für die Giallo-Akteure der 60er Jahre war Clouzots Film mit Sicherheit ein Meilenstein. Zum Beispiel, weil Clouzot zeigt, wie man mit ausgestellter Brüchigkeit die Darstellungsmodi wechseln kann. Les Diaboliques beginnt als modernistischer Film, viel außerhalb…
  continue reading
 
Wir setzen zwei Reihen fort: zum einen ist dies unser erster Beitrag zum #settegialli 2021. Zum anderen dreht sich diese Folge, ganz unbeabsichtigt, schon wieder um einen Film, der in einem Internat spielt. In Narciso Ibáñez Serradors La residencia steht Lilli Palmer als Madame Fourneau einer Schule für schwierige junge Damen voran. Palmer wurde ga…
  continue reading
 
Das Haus ist vom Einsturz bedroht. Bestimmte Zimmer darf man deswegen nicht mehr betreten. Es steht in einer Sackgasse. Das Haus ist Großbritannien, das macht Regisseur Alexander Mackendrick ruckzuck klar. Bewohnt wird es von einer alten Dame, für die das lange 19. Jahrhundert nie zuende gegangen ist. Und dann alsbald von einer Bande Krimineller, j…
  continue reading
 
Vorab gleich: in diesem Film wird rein gar niemand lebendig eingemauert. Eigentlich gibt es auch keinen Clan. Was es stattdessen gibt: eine nüchtern erzählte, politisch äußerst desillusionierte Geschichte über Korruption im Nachkriegs-Italien. Der beflissene, aber noch naive Staatsanwalt Traini (Franco Nero) und Kommissar Bonavia (Martin Balsam) st…
  continue reading
 
Hollywood ist Anfang der 1960er Jahre in der Krise: man versucht es mit bonbonbunten Musicals wie in den 40ern und Cinemascope-Spektakeln – Cecil B. DeMille auf breiterer Leinwand -, aber die alten Rezepte zünden nicht mehr. J. Lee Thompsons Kanonen von Navarone dagegen ist ein Hit. Mit spektakulären Locationaufnahmen in Cinemascope und riesigem, i…
  continue reading
 
Untadelig hat sich Fritz Lang in seinem Umgang mit den Nazis verhalten, gar keine Frage. Seine Geschichte, dass er binnen eines Tages Deutschland verlassen hat, nachdem ihm Goebbels die Leitung der gesamten deutschen Filmindustrie angeboten hatte, ist zwar nachweislich geflunkert. Aber abgehauen ist er. Und in den USA hat er während des Zweiten Wel…
  continue reading
 
Ihr habt das richtig gelesen mit dem Erscheinungsdatum: Ein Filmarchiv ist maximal prinzipienbrechend unterwegs und bespricht mit THROW DOWN einen wahrhaft jugendlichen Zelluloid-Hüpfer, der aber auch der wohl persönlichste Film des aus Archivarischer Sicht Kino-Heiligen Johnnie To ist, wobei der Film viele Fans zu Release eher vergraulte. Also hab…
  continue reading
 
Als L’AVVENTURA 1960 in Cannes aufgeführt wird, erntet der Film nicht nur einen Jury-Preis, sondern sowohl Jubel als auch Buh-Rufe aus dem Publikum. Knut versteht beides, und so begeben wir uns in die Schönheit der Langeweile, die der Film bewusst transportiert, die atemberaubende Bildkonstruktion, und wir erfreuen uns an Schauspiel und der Abwesen…
  continue reading
 
Wir sehen nur, wie sich jemand der jungen Frau nähert, ohne dass sie es ahnt. Den Killer bekommen wir nur in Fragmenten zu sehen: schwarze Lederhandschuhe, Beine, gleich hat er sein Opfer erreicht. Und packt sie natürlich. Der Papagei der jungen Frau wird dazwischen geschnitten, das Tier schreit laut. Dann schließen sich die Lederhandschuhe um den …
  continue reading
 
Wer auch nur vage an Kino interessiert ist, der kennt Bobby Womacks Song „Across 110th Street“ aus Quentin Tarantinos Jackie Brown. Barry Shears gleichnamigen Film aus den frühen Siebzigern kennt man dagegen weniger. Dabei wird schon nach den ersten Filmminuten klar, dass der gute Quentin sich hier nicht nur seinen Soundtrack geholt hat: Shears‘ Ne…
  continue reading
 
Man kann kaum glauben, dass Leontine Sagans MÄDCHEN IN UNIFORM damals, 1931, überhaupt gedreht werden konnte, geschweige denn dass er ein heißgeliebter Kinohit wurde: schließlich steht im Zentrum des Films eine queere Liebesgeschichte und das Auflehnen junger Frauen gegen die autoritären, protofaschistischen Strukturen in einem Stift für Damen aus …
  continue reading
 
Man merkt diesem Film an, dass er von langer Hand vorbereitet ist: Jackie Chan will Anfang der 1980er Jahre seinen Status als Superstar zementieren, seine Film noch mehr einem internationalen Publikum öffnen, Schauwerte maximieren. Project A ist von der ersten Einstellung an enorm ambitioniert: ein Kostümfilm soll es sein! Jackie Chans Star-Prototy…
  continue reading
 
Loading …

Kurzanleitung