Vogelgezwitscher und Ekstase in Delhi

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Die indische Hauptstadt Neu-Delhi gerät jedes Jahr in die Schlagzeilen, weil die Luft so verschmutzt ist. Ein Streifzug durch die Millionenmetropole.
Die indische Hauptstadt Neu-Delhi gerät jedes Jahr in die Schlagzeilen, weil die Luft verschmutzt und das Atmen schwer ist. Die Zahl der Atemwegserkrankungen ist bedenklich und im Corona-Jahr 2020 kamen auch noch hohe Infiziertenzahlen dazu. Wer das erste Mal in die Metropole kommt, reist meist schnell weiter. Doch wer Zeit hat, kann Zeugnisse einer bewegten Geschichte entdecken und Orte der Ruhe finden.
Riesige Parkanlage im Herzen Neu-Delhis
Mitten im Herzen Delhis liegt die Parkanlage Sunder Nursery, 90 Acre groß. Ein Ort an dem sich die Vielfalt und Pracht der südasiatischen Flora und Fauna entfaltet. Die Grünanlage stammt aus der Mughal-Periode und geht auf das 16. Jahrhundert zurück. Sechs der Mausoleen im Park gehören zum UNESCO-Welterbe. Seit 2007 restauriert und bewahrt der Aga Khan Trust das überaus beliebte Ziel für all diejenigen, die vor der städtischen Hektik fliehen wollen. Im Stadtteil Nizamuddin leben mehrheitlich Muslime. Der Sufi-Schrein des Heiligen Hazrat Nizamuddin Auliya ist ein Anziehungspunkt für unzählige Pilger. Der Asket und Sufi hat im 13. Jahrhundert gelebt und ist bekannt dafür, dass er Toleranz zwischen den Religionen predigte. An seinem Grab singen die Gläubigen Qawalli, ekstatische devotionale Lieder.
2020 - Unruhen zwischen Religionsgruppen
Ein Streifzug durch die Straßen eines der ältesten Stadtteile von Delhi. Und dann gibt es leider noch das blutige Erbe von Hindus und Muslimen, die ewig im Clinch liegen. Wie etwa am 23. Februar 2020 als es in Delhi über mehrere Tage hinweg zu Unruhen zwischen den Religionsgruppen kam. Auslöser dafür waren die damals gerade beschlossenen Staatsbürgergesetze, die Muslime gegenüber anderen Religionsgruppen diskriminieren. Bis heute sind die im Februar geschehenen Verbrechen zumeist nicht aufgeklärt.

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