Ich bin dick und das ist okay – Warum ihr aufhören sollt, meinen Körper zu kommentieren

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Der Sommer steckt für dicke Menschen voller kleiner und großer Demütigungen. Dumme Sprüche, abfällige Blicke, ungebetene Ratschläge. Dabei haben Dicke genauso ein Recht auf enge Hosen und zwei Kugeln Eis. Eine persönliche Recherche.

Vielen Dank für die tolle Resonanz und, dass so viele sich abgeholt fühlen. Das freut mich sehr. Es kamen einige kritische Kommentare zum Bild (das übrigens mich, die Autorin zeigt) sowie zum Titel „dick“. Ich möchte darauf nochmal eingehen.

Es freut mich sehr, dass ihr mich und andere bestärken wollt, indem ihr schreibt „Diese Frau ist nicht dick“. Zuerst mal: Ich persönlich nenne mich dick, weil ich jahrelang auch immer wieder als „Beleidigung“ so genannt wurde. Ihr müsst mir nicht sagen, dass ich „nicht dick“ wäre oder sonst etwas. Mein Körper wurde jahrelang nicht als „normalgewichtig“ gesehen und immer wieder stigmatisiert. Das heißt die Gesellschaft hat an vielen Punkte bei mir schon längst entschieden, dass ich dick bin. Was ich also mit diesem Podcast unter anderem mache, ist: Ich hole mir diesen Begriff damit zurück. Er ist ja auch eigentlich einfach nur ein Adjektiv. Nicht mehr und nicht weniger. Die negative Konnotation kommt durch die ganzen Stigmata! Das ist gerade der Punkt, den ich auch in der Sendung anspreche. Am Ende ist das ja auch MEIN Erfahrungsbericht und es wäre toll, wenn ihr mir das lasst, dass ich mich so identifiziere und empowere, indem ich mich ganz normal und wertfrei „dick“ nenne.

Hier die Namen der Protagonistinnen aus dem Podcast: Christelle Nkweeny, Jules Schönwald, Ina Holub, Dr. Paula Irene-Villa

Die Namen weiterer Plus-Size-Ikonen: Ashley Graham, Tess Holiday, Paloma Elsesser, Lizzo

Hier der Name der afroamerikanischen Frau, die so gequält wurde: Sarah Baartmann

Die Namen der Männer, die die NAAFA gegründet haben: Bill Faber und Lew Louderback

Die afroamerikanischen Autorinnen die übers dick sein geschrieben haben: Maragert K. Bass, Johnnie Tilman

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