Düzen Tekkal - woran glaubst du als Jesidin?

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Von Aline Abboud, Robert Chatterjee, Aline Abboud, and Robert Chatterjee entdeckt von Player FM und unserer Community - Das Urheberrecht hat der Herausgeber, nicht Player FM, und die Audiodaten werden direkt von ihren Servern gestreamt. Tippe auf Abonnieren um Updates in Player FM zu verfolgen oder füge die URL in andere Podcast Apps ein.
Die Journalistin, Kriegsberichterstatterin, Aktivistin und Autorin Düzen Tekkal war bei mir zu Gast im zenith-Podcast. Verrückte Zeiten gerade, aber über Corona haben wir damals noch nicht gesprochen, das war noch nicht aktuell. Eine besondere Folge mit einer besonderen Frau, die mich seither tief und nachhaltig beeindruckt hat. Habt ihr schon mal etwas über die Jesiden und Jesidinnen gehört? Sicherlich ja, in den letzten Jahren und sicherlich keine guten Nachrichten. Ich wusste bis vor etwa fünf bis sechs Jahren leider nicht viel über diese mir bis dato unbekannte Glaubensgemeinschaft, die durch den Genozid durch den Islamischen Staat im Nord-Irak zu trauriger Bekanntheit gelangt ist. Düzen ist Jesidin und setzt sich auch für sie ein. Ihre Eltern sind jesidische Kurd*innen und kamen als Geflüchtete nach Deutschland. Ich habe sie gefragt, woran sie glaubt? Und was ihre Religion so besonders macht. Düzen reiste 2014 in den Irak um einen Film über ihre Glaubengemeinschaft zu drehen, als der IS dort anfing zu wüten und viele Menschen regelrecht abzuschlachten. So wurde sie von der Journalistin zur Menschenrechtsaktivistin und Chronistin der IS-Verbrechen an den Jesiden. Im Irak leistet sie humanitäre Hilfe und kämpft für die Jesiden und Jesidinnen, die vom „Islamischen Staat“ verschleppt wurden. Wir sprechen über ihre Organisation Hawar.help, die sie damals gegründet hat, aber auch über ihren inneren Antrieb und die Bedeutung von Solidarität. Denn Düzen macht sich auch für viele andere religiöse Minderheiten stark. Von Ängsten, Zweifeln und Grenzen lässt sie sich im Kampf für die Menschenrechte nicht zurückhalten. Sie erzählt mir von ihrer Großmutter, die 107 Jahre alt wurde, knallrote Haare, tätowiert und immer ein Gewehr dabei hatte, um ihre Frauenrechte zu verteidigen - die für sie ein wichtiges Vorbild war und ist. Und die das gängige Klischee hier im Westen von den unterdrückten, schwachen Frauen im Nahen Osten hoffentlich ein wenig aushebelt. Düzen hat eine besondere Geschichte. Ich bin dankbar, dass sie mit mir so offen geredet hat Ich bin gespannt, wie sie euch gefällt. Außerdem: Was haben Düzen und Amal Clooney gemeinsam? Hört mal rein!

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