1987: Interview mit Claudia Kohde-Kilsch

 
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"Helena und ich passen sehr gut zusammen, weil wir beide aggressives Spiel haben" - Claudia Kohde-Kilsch über ihre Partnerin in Damen-Doppel, die Tschechin Helena Sukova In den Jahren 1984 bis 1987 zählte sie zu den zehn besten Tennisspielerinnen der Welt. Ihre höchste Notierung in der Weltrangliste war die fünfte Platzierung (nach anderen Angaben die vierte) im Jahr 1985. Claudia Kohde-Kilsch feierte sowohl im Einzel als auch im Doppel große Erfolge im internationalen Tennis-Zirkus. Weg von der Schule Das Licht der Welt erblickte Claudia Kohde-Kilsch am 11.3.63 in Saarbrücken. Bereits im Alter von drei Jahren kam sie in Berührung mit dem Tennissport, in dem sie später zu einem Star aufsteigen sollte. Mit der Saarlandmeisterschaft in ihrer Altersklasse im Alter von neuen Jahren begann der Aufstieg von Claudia Kohde-Kilsch in die Weltklasse. Bald folgten weitere Erfolge: mit dreizehn Jahren wurde sie deutsche Jugendmeisterin und ein Jahr später, 1977, gewann sie auch die Europameisterschaft. 1979 entschied sich Claudia Kohde-Kilsch für die Laufbahn einer Profispielerin. Sie verließ mit mittlerer Reife die Schule – wohl aber mit der Option, nach zwei Jahren wieder zur Schule kommen zu dürfen – und startete ihre Karriere als jüngste Spielerin in der deutschen Tennis-Profizunft. Und der Erfolg sollte nicht lange auf sich warten lassen. Ständig „auf Achse“ Ihr erstes Grand-Prix-Turnier gewann Claudia Kohde-Kilsch bereits 1980 in Kitzbühel im Doppel zusammen mit Eva Pfaff. Damit begann der Aufstieg der jungen Spielerin in die Weltspitze. Dieter Ueberjahn schreibt in seinem Buch "Die besten Sportler Deutschlands" in diesem Zusammenhang über sie: "Von diesem Zeitpunkt an jettete sie mit der Mama an der Seite und dem Racket im Gepäck von einem Kontinent zum anderem, von einem Turnier zum nächsten". Nur ein Jahr später gewann sie die Turniere in Toronto und Oakland. Gerade in Oakland war die Sensation groß, als sie im Finale die erste der Weltrangliste – Martina Navratilova - bezwang. Und es sollte nicht das letzte Mal gewesen sein, dass Claudia Kohde-Kilsch über Martina Navratilova siegen sollte. Es folgten nun weitere Turnier-Jahre und ein sukzessiver Einstieg in die Reihen der besten Tennisspielerinnen der Welt. Das Jahr 1985 wurde dann zu einem besonderen Jahr. Unbezwingbar im Damen-Doppel Claudia Kohde-Kilsch – inzwischen nach Marbella umgezogen – lief zu Höchstform auf. Ihre Siege über die höchstnotierten Spielerinnen ließen sie ständig in die Spitze der Weltrangliste klettern. 1985 belegte sie ihre höchste Notierung: den 5 Platz. Auch im Doppel – vorwiegend mit der Tschechin Helena Sukova – war sie auf Siege programmiert. US-Open oder später Wimbledon: bei allen wichtigsten Turnieren war das Paar Kohde-Kilsch/Sukova erfolgreich. Groß gefeiert wurde auch der erste Sieg bei dem Federation-Cups 1987 in Vancouver. Das deutsche Damenpaar Kohde-Kilsch/Graf entschied das Turnier für Deutschland im Spiel gegen die US- Amerikanerinnen Everet-Loyd/Shriver. Nach sportlichem auf und ab, bedingt durch diverse Beschwerden und Operationen, pausierte Claudia Kohde-Kilsch immer häufiger, bis sie schließlich 1995 ihre aktive Karriere als Profitennis-Spielerin für beendet erklärte. Dennoch belieb es unbestritten, dass sie – neben Boris Becker und Steffi Graf – einen enormen Beitrag zur Popularisierung des Tennissports in Deutschland geleistet hat. Im Juli 1987 Sprach DW-Redakteur Hans-Dieter Krebs mit Claudia Kohde-Kilsch über ihren Sieg im Damen-Doppel in Wimbledon. Autor: Andreas Zemke Redaktion: Uta Hardes-Schmeißer

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