1967: Interview mit Franz Beckenbauer

 
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"Tore sind nun einmal die Würze des Spiels" - Franz Beckenbauer schoss 4 Tore bei Fußball-WM in Großbritannien 1966Im Jahr 1969 kreierte die Presse seinen Beinamen, der ihm bis heute anhaftet: der "Kaiser". In der Fußballwelt weiß man auch sofort, wer gemeint ist, denn kein anderer Fußballer prägte den deutschen Fußball wie er. Franz Beckenbauer kann auf eine ungewöhnliche Sportlerkarriere zurückblicken. "Nix Frauen, nix Rauchen, nix Saufen" Zur Welt kam Franz Beckenbauer am 11.11.45 in München, er wuchs in dem Stadtteil Giesing auf. "Der Fußballplatz war sein Kinderzimmer. Er spielte in der Straßenmannschaft, dann beim SC München 1906, er spielte in der Schul- und Kirchenmannschaft…" – schrieb Torsten Körner in seiner Beckenbauer-Biographie (2005). Beim SC München 1906 spielte Franz Beckenbauer in den Jahren 1954 – 1958. Danach wechselte der junge Fußballer zum FC Bayern München und der Klub sollte zu seinem Verein werden, dem er 17 Jahre als aktiver Spieler dienen wird. Der 13-jährige Franz spielte zunächst im Jugendaufgebot des FC Bayern München und wurde auch in die Jugendnationalmannschaft berufen. Mit einer Sondergenehmigung des Süddeutschen Fußballverbands ausgestattet, stieg Franz Beckenbauer für die Saison 1964/1965 in das erste Aufgebot des FC Bayern München ein, mit dem er dann den Aufstieg in die erste Bundesliga schaffte. Torsten Körner weiß vom Empfang des jungen Fußballers durch den Trainer Zlatko Čajkovski beim ersten Training zu berichten: "Sie müssen mehr Gewicht bekommen. Das geht nur, wenn Sie immer essen. Nix Frauen, nix Rauchen, nix Saufen". Im Jahr 1965 wurde Franz Beckenbauer auch in die Nationalmannschaft berufen. Für Jahre sollte das bundesdeutsche Nationalteam ohne Franz Beckenbauer undenkbar sein. Der "Kaiser" Das Jahr 1966 sollte für Franz Beckenbauer das Jahr des Starts zu einer internationalen Karriere werden. Im Endspiel der Weltmeisterschaft in England am 30.7.66, nachdem Deutschland Vizeweltmeister wurde, erkämpfte sich der junge Fußballer einen Stammplatz in der Nationalelf. Zunächst wurde er im Mittelfeld aufgestellt, bis ihn der damalige Bundestrainer Helmut Schön Anfang der 70-er Jahre die Rolle des Libero zuwies. Und diese sollte sich bald als eine perfekte Position für Franz Beckenbauer erweisen. Denn er war nicht nur der Schlussmann sondern gestaltete mit seinen Pässen zugleich das Spiel nach vorne. Franz Beckenbauer entwickelte dabei einen Spielstil, der ihm den Nimbus eines "Unantastbaren" einbrachte. Bereits 1969 tauchte in der Münchner „tz“ nach einem DFB-Pokalfinale des FC Bayern München gegen Schalke 04 der Beiname "Kaiser" auf, der die Aura um Franz Beckenbauer noch mehr intensivierte. So geadelt sollte der Libero große Erfolge feiern. Weltstars unter sich Mit der Nationalmannschaft wurde Franz Beckenbauer 1972 Europameister und zwei Jahre später Weltmeister. Insgesamt absolvierte er 103 Länderspiele, bei denen er 50 Mal Kapitän war. In der Bundesliga lief er 424 Mal auf und schoss dabei 44 Tore, wurde unter anderem Weltpokalsieger mit dem FC Bayern und mehrfach Deutscher Meister. Die Liste seiner Erfolge ließe sich beliebig fortsetzten. 1977 wechselte Franz Beckenbauer zu New York Cosmos, wo er drei Jahre blieb. Dort spielte er neben Pelé und weiteren Weltstars, wurde US-Meister und popularisierte in den USA den Fußball. Franz Beckenbauer kam 1980 nach Deutschland zurück und unterschrieb einen Zweijahresvertrag mit dem Hamburger SV, mit dem er 1982 deutscher Meister wurde. 1983 ging er wieder zu New York Cosmos, doch noch im gleichen Jahr beendete er seine aktive Sportlaufbahn. Die Liste der Ehrungen und Auszeichnungen für Franz Beckenbauer ist unendlich lang. Der Ausnahmefußballer wurde unter anderem zum Deutschlands Fußballer des Jahres oder auch zum Spieler des Jahrhunderts gewählt. Er ist auch Träger des Großen Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland. Im Mai 1967 sprach DW-Redakteur Karl-Bernd Skamper mit Franz Beckenbauer über seine bisherigen Erfolge. Autor: Andreas Zemke Redaktion: Uta Hardes-Schmeißer

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