Tornados in der Schweiz

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Im Sommer 1971 wütete im Waadtländer Jura ein heftiger Tornado. Autos wurden durch die Luft gewirbelt, 100 Menschen wurden obdachlos und im Wald hinterliess der Wirbelsturm eine 20 Kilometer lange Schneise. Wie oft kommt sowas vor? Bei uns nannte man Tornados bisher meist «Windhosen» oder «Wirbelstürme». Erst seit einigen Jahren wächst das Bewusstsein, dass heftige Tornados, wie man sie aus Amerika kennt, auch in der Schweiz möglich sind. Meist sind sie viel kleiner und harmloser – Wasserhosen über den grossen Schweizer Seen etwa, oder kleine Tornados, die nur wenig Schaden verursachen. Jedes Jahr wird in der Schweiz eine Handvoll bis ein Dutzend gemeldet. Doch in grösseren Abständen kommt es auch zu sehr heftigen Tornados. Je nachdem, wie stark besiedelt das betroffene Gebiet ist, kann es auch hierzulande zu grossen Schäden kommen. In einem Worst-Case-Szenario schätzen Wissenschaftler in Europa bei einem grossen Tornadozug mit gegen 1000 Toten. «Let's spin – das Wissenschaftsmagazin rotiert» - die Sommerserie der Wissenschaftsredaktion (2/7)

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