212 Podcast #22: Der Kampf um die Macht

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Von Jürgen Kalwa & Sebastian Moll, Jürgen Kalwa, and Sebastian Moll entdeckt von Player FM und unserer Community - Das Urheberrecht hat der Herausgeber, nicht Player FM, und die Audiodaten werden direkt von ihren Servern gestreamt. Tippe auf Abonnieren um Updates in Player FM zu verfolgen oder füge die URL in andere Podcast Apps ein.
Unser Gespräch mit dem Politilogen Yascha Mounk über die gefährliche autoritäre Krisen-Rhetorik von Donald Trump

Wird die Corona-Krise Donald Trump ins Wanken bringen? Oder wird es ihm statt desse gelingen, die Pandemie dazu zu nutzen, um die amerikanische Demokratie zu demontieren? Das waren die drängenden Fragen, auf die wir nach Antworten suchten, als wir unseren Podcast-Gast Yascha Mounk einluden haben. Der hatte vor knapp einem Monat, als sich das volle Ausmaß der Krise in den USA abzeichnete und die gefährliche Inkompetenz der Trump-Regierung deutlich wurde, in der Zeitschrift „The Atlantic“ einen stark beachteten Artikel publiziert, in dem er darüber räsonnierte, dass er zum ersten Mal seit seinem Ortswechsel in die Vereinigten Staaten, wünsche, wieder in Deutschland zu sein. Das Besondere an dem Gedankengang des Politologen, der an Harvard und Johns Hopkins lehrt, ist: Er ist inzwischen amerikanischer Staatsbürger. Und seine Beziehung zu seiner deutschen Heimat ist aufgrund seines familiären Hintergrunds nicht ganz problemfrei.
Mounk war nicht zuletzt deshalb nach Amerika gegangen, weil er - wie er in seinem Buch „Echt – Du bist Jude?“ - ausführte, als Deutscher jüdischer Abstammung in seiner Heimat niemals einer bestimmten Rollenzuteilung entrinnen konnte – im Positiven wie im Negativen. Seither hat er sich als Populismus-Forscher einen Namen gemacht. Insbesondere durch sein Buch “Zerfall der Demokratie: Wie der Populismus den Rechtsstaat bedroht“ ist Mounk auf beiden Seiten des Atlantiks zu einem gefragten Kommentator geworden, wenn es um die Bedrohung liberaler Demokratien überall auf der Welt geht.
Er macht sich so wie wir erhebliche Sorgen um die demokratische Verfasstheit seiner Wahlheimat. Doch er lebt lange genug in den USA, um sich seinen Optimismus nicht nehmen zu lassen.

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