Dominik Sedlmeier über schlechte PR und Performance.

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Quer­einsteiger: "Dadurch, dass so wenig neuer Wind in die PR-Agenturen kommt, bleibt es relativ altmodisch", sagt Dominik Sedlmeier im turi2 Jobs-Podcast. Der CEO der PR-Agentur El Clasico Media findet, dass zu Public Relations mehr gehört, als Presse­mitteilungen "durch den Verteiler zu jagen". Bei seinem Unternehmen liege der Fokus darauf, "Brands aufzubauen und Reichweite zu generieren für Experten, die es wirklich verdient haben". Im Gespräch mit turi2-Redakteurin Pauline Stahl erzählt er, dass ein Selbst­experiment ihm dabei geholfen hat, das dafür notwendige Netzwerk aufzubauen. Der 26-Jährige versucht innerhalb eines Jahres mit Interviews und Gast­beiträgen so oft wie möglich selbst in den Medien zu erscheinen. Das Endergebnis: "Über 100 Mal". Dadurch kenne er bei "den meisten großen Medien" mittlerweile "mindestens drei bis vier Journalisten". Die klassische Presse­mitteilung gibt es für ihn deshalb nur für "extreme Nischen, wo wir keine Kontakte haben".

Seine Kontakte in der Medienwelt baut sich Sedlmeier in relativ kurzer Zeit auf, denn auf dem Weg in die PR-Branche geht er einige Umwege. Sein Abitur bricht er ab, die Ausbildung zum KFZ-Mechaniker nimmt nach drei Monaten ein Ende, dann bewacht Sedlmeier mit seinem Hund nachts Gelände. Einigen Jahren im Bundeswehr-Dienst­leistungs­zentrum und einer Flaute im Network-Marketing folgt der Einstieg ins Online Marketing. Als ein Kunde ihn fragt, ob er die PR für ihn übernehmen kann, sagt Sedlmeier zu – er will es lernen. Er erinnert sich zurück, wie oft er bei Veranstaltungen im Network Marketing Geschichten nach dem Motto "Vom Tellerwäscher zum Millionär" gehört hat: "Ich hab immer gedacht, das passt nicht zu mir". Mittlerweile erzähle er seine Geschichte, "die eins zu eins da rein passt".

Der ungewöhnliche Werdegang beeinflusst seinen jetzigen Führungsstil stark, erzählt der CEO. "Am Anfang meiner Selbstständigkeit war ich relativ hart und bestimmt nicht fair". Doch bald habe er gemerkt, "dass es auch für die Unternehmens-Performance besser ist", wenn seine Kolleginnen glücklich sind. Seine Mitarbeitenden duze er und mache sogar gemeinsame Urlaubs­reisen. Gleichzeitig kommuniziere er dennoch klipp und klar, was er von ihnen erwarte. In den meisten Fällen sei Sedlmeier mittlerweile aber "eher der Kumpeltyp".

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