Folge 10: Dietmar Chounard über duale Karriere, Olympia und das Berufsbild der Trainer

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Von Peter Schmitt & Alexandra Dersch, Peter Schmitt, and Alexandra Dersch entdeckt von Player FM und unserer Community - Das Urheberrecht hat der Herausgeber, nicht Player FM, und die Audiodaten werden direkt von ihren Servern gestreamt. Tippe auf Abonnieren um Updates in Player FM zu verfolgen oder füge die URL in andere Podcast Apps ein.
Gespräch mit dem Cheftrainer U23/20

Dietmar Chounard, Cheftrainer U23/U20, zählt zu den optimistischen Zeitgenossen in der Leichtathletik. Kein Wunder, dass er was die Austragung der Olympischen Spiele in Tokio (23. Juli bis 8. August) betrifft, absolut überzeugt ist, dass es nach der Verlegung im letzten Jahr dieses Mal mit der Austragung klappen wird.

„Vom IOC und vom LOC in Tokio wird alles getan, damit die Spiele stattfinden. Es gibt umfangreiche Konzepte und es gab ja bereits auch die ersten Testläufe. Ich kann mir vorstellen, dass unter einem engen Testungsverfahren die Spiele stattfinden können.“

Bundespolizei, Bundeswehr und Hochschulen als Partner

Ein Spezialgebiet Chounards ist die duale Karriere. „Die allerwenigsten Athleten können nach Karriereende von ihrem Einkommen als Leichtathleten leben. Deshalb leiten wir erste Schritte ein, damit wir ein berufliches Standbein für die Sportler entwickeln können. Dabei gibt es unter anderem die Bundespolizei, die Bundeswehr sowie die Hochschulen als verlässliche Partner.“

Als „elementar wichtige Meisterschaft“ bezeichnete Chounard die Deutschen Hallenmeisterschaften, die am kommenden Wochenende (20./21. Februar) mit einem umfassenden Hygienekonzept in Dortmund stattfinden. „Jeder einzelne Sportler hat bei diesen Titelkämpfen eine umfassende Eigenverantwortung. Dies wird und wurde bereits mehrmals an Trainer und Athleten kommuniziert.“ Die digitalen Kanäle spielen in der Außendarstellung der Leichtathletik eine immer wichtigere Rolle. „Deshalb müssen wir auch bei den Titelkämpfen alle Kanäle nutzen, um auf uns aufmerksam zu machen.“

Wunsch: Mehr Anerkennung für den Trainerberuf

Notwendig für eine optimale Förderung sei auch die eingeleitete Leistungssportreform, damit die besten Sportler mit den besten Mitteln gefördert werden können. Eine große Rolle spielt dabei auch das Berufsbild des Trainers. „Der Trainerberuf ist ein spannender und ein erfüllender Beruf. Man muss aber auch die Rahmenbedingungen kennen. Es ist ein Beruf mit hohen Anforderungen und zeitlich wechselnden Parametern. Ich würde mir wünschen, dass das Berufsbild des Trainers in Anerkennung und Bezahlung verbessert wird.“

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