Autoräder selbst wechseln

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Auch wenn man den Radwechsel lieber dem Garagisten überlässt, ist es gut, wenn man für einen Pannenfall die wichtigsten Punkte kennt. Die Eselsbrücke sagt: «Von O bis O» Ostern bis Oktober fährt man mit Sommerreifen, danach mit Winterreifen. So wird es gemacht * Handbremse anziehen, Gang einlegen, Automat auf «P» stellen. * Wagenheber am Verstärkungspunkt der Carrosserie ansetzen. Die Hebepunkte sind in der Autobetriebsanleitung beschrieben. Wer die Räder regelmässig selbst wechseln will, sollte einen Hydraulikwagenheber anschaffen. Carrosserie minim anheben, die Räder behalten noch Bodenkontakt. * Schutzkappen der Radmuttern entfernen, Schlüssel auf Felgenschloss stecken (wenn vorhanden). Mit dem Radkreuz die Radmuttern um eine Viertel Umdrehung lösen. Muttern bleiben noch auf den Schrauben. * Auto soweit anheben, bis die Räder keinen Bodenkontakt mehr haben. Radmuttern übers Kreuz lösen. Während letzte Schraube entfernen wird, Rad mit einer Hand ans Auto drücken. Danach Rad mit beiden Händen abnehmen. * Kontaktfläche an der Achse mit Stahlbürste und Lappen reinigen. Neues Rad aufhängen. Beim Anziehen der Radmuttern sorgen spezielle Drehmomentschlüssel aus dem Fachhandel für die optimale Drehkraft. * Räder mit Kreide anschreiben (vorne/hinten, links/rechts). Für einen ausgeglichenen Abrieb können Vorder- und Hinterreifen gewechselt werden, die Laufseite wird beibehalten. * Reifendruck kontrollieren (auch am Ersatzrad). Angaben zum optimalen Reifendruck stehen an der Tankklappe oder auf dem Türrahmen der Fahrertüre. * Nach etwa 50 km Fahrt die Verschraubung nochmals überprüfen und die Radmuttern wenn nötig nachziehen. Gut zu wissen Seit 2014 sind Neuwagen mit einem Kontrollsystem für den Reifendruck (RDKS) ausgerüstet. Hier gibt es direkte und indirekte Systeme. Nach einem Wechsel müssen die Reifen mit dem Bordcomputer wieder abgeglichen werden. Autos mit einemdirekten RDKS sind technisch anspruchsvoller. Nehmen Sie Rücksprache mit dem Garagisten bevor Sie diese Räder wechseln. Benutzte Reifen sollten auf Schäden und Profilstärke überprüft werden. Die vorgeschriebene Mindestprofiltiefe beträgt 1,6 mm. Empfehlenswert sind 3 mm für Sommerreifen, 4 mm für Winterreifen. Die Profiltiefe kann praktisch mit der Rückseite einer Münze gemessen werden. Das Podest der Helvetia ist beim Einfränkler 3 mm vom Münzenrand entfernt, beim Zweifränkler 4 mm. Frischer Gummi greift besser. Wer auf Nummer sichergehen will, kauft spätestens alle 8 Jahre neue Reifen, auch wenn das Profil noch genügend ist. Das Alter ist an der Reifenseitenwand ablesbar. Dort befindet sich eine vierstellige Zahlengruppe, die mit der Buchstabenkombination «DOT» beginnt. Diese vier Ziffern geben die Kalenderwoche sowie das Jahr der Herstellung an. So bedeutet die Ziffernkombination «0421», dass der Reifen in der vierten Woche des Jahres 2021 hergestellt wurde.

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