Sylt und die Sehnsucht nach der Sansibar – mit Herbert Seckler, Inhaber Sansibar

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Vom kleinen Kiosk am FKK-Strand zum König der Dünen Er ist der König der Dünen. Was Herbert Seckler gemacht hat, das ist nur ganz, ganz wenigen gelungen: Er hat einen echten Sehnsuchtsplatz erschaffen! Seine Sansibar auf Sylt – das ist mehr als eine Adresse, es ist ein Lebensgefühl, das ist Freiheit mitten im Naturparadies, abgelegen in den weiten Dünen der Insel. Eher Skihütte als Strandrestaurant – als wäre es mit der Flut angespült worden. Industrielle, Verleger, Topmanager, Schauspieler, Sänger und Maler nehmen hier ihre Auszeit. Viele barfuß, die Füße im warmen Sand, kalter Drink. Leisure Luxury at its best. Wenn man auf einen Nebentisch blickt und denkt, das ist doch...? Dann ist er das auch: Brad Pitt, Liz Hurley, Jogi Löw – alle da. Herbert Seckler ist Gründer und Inhaber der Sansibar. “Der König der Dünen“, wie Inga Griese, die Chefredakteurin der ICON, liebevoll sagt. Sie hat ihm und all seinen leckeren Gerichten sogar ein Buch gewidmet. „Wenn man von Herbert umarmt wird, ist man Zuhause“, schwärmt Wolfgang Joop. Herbert Seckler – der Herzensmensch. Ich habe ihn jetzt in seiner Sansibar besucht. Wir haben uns in seinen berühmten Weinkeller gesetzt, in dem über 30.000 Flaschen lagern. Zur Zeit der einzig ruhige Platz bei ihm. Das Restaurant ist aktuell nur für Take-Away geöffnet, mehr lassen die Corona-Verordnungen nicht zu. An den Tischen arbeitet sein E-Commerce-Team mit Hochdruck an Bestellungen aus aller Welt. Überall Computer statt Carpaccio vom Sylter Gallowayrind, Scampi-Pfanne Sansibar oder Wilder Nordseesteinbutt. In TOMorrow sprechen wir über den Mythos Sansibar. Herbert Seckler erzählt, wie er vor über 40 Jahren hier angefangen hat, als die Sansibar nur ein kleiner Kiosk an einem FFK-Strand war und es neben Bockwurst nur ein bisschen Strandspielzeug zu kaufen gab. Heute würden alle den Erfolg sehen – aber für ihn und seine Familie sei es hart gewesen, sagt Herbert Seckler. 1977 habe er den Kiosk für 250.000 Mark gekauft, eine unglaublich hohe Summe damals für ihn, er habe das Geld gar nicht gehabt. Bei einer der vielen Brandstiftungen auf Sylt zu der Zeit wurde alles abgefackelt – und er war nicht versichert. Als die Bundesrepublik dann auch noch ihre Liegenschaften auf Sylt verkaufte, musste er die 30.000 Quadratmeter Grundstück vom Parkplatz bis zum Strand gezwungenermaßen mit kaufen, weitere 1 Million Mark Investition. 30.000 Quadratmeter für einen Kiosk. Damals Wahnsinn. Heute Gold wert bei den Immobilienpreisen auf der Insel. Herbert Seckler erzählt, dass er zeitweise kein Geld zum Heizen gehabt habe. Die Leute hätten ihn belächelt und für verrückt erklärt. Bis zu einer Silvesternacht 1979: „Da kamen 30 Gäste und seit dem haben wir jeden Tag aufgehabt“, sagt er. Er ist jeden Tag in der Sansibar, auch während des Lockdowns. In TOMorrow sagt Herbert Seckler, wie sehr er darunter leidet, Gäste wegschicken und reglementieren zu müssen. Gerade er, der so freiheitsliebend ist und sein Lebenswerk auf Ungezwungenheit aufgebaut hat. Die Zukunft der Sansibar, was er von der Saison 2021 erwartet und wie er die Entwicklung von Sylt sieht– das alles jetzt hier in TOMorrow. Willkommen auf Deutschlands schönster Insel – viel Spaß in der berühmten Sansibar, viel Spaß mit dem legendären Herbert Seckler.

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