„Je suis Karl“ von Christian Schwochow: Vom Dilemma, die Identitäre Bewegung im Kino darzustellen

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Der Berliner Regisseur Christian Schwochow ist spätestens seit seinem Fernseh-Dreiteiler „NSU“ so bekannt wie umstritten. Nun hat er fürs Kino die fiktive Geschichte einer Familie gedreht, die nach diversen Wendungen des Schicksals in die Fänge der rechtsextremen „Identitären Bewegung“ gerät. Der Titel „Je suis Karl“ spielt an auf die „Je suis Charlie“-Plakate, die weltweit nach dem islamistischen Anschlag auf das französische Satire-Magazin „Charlie Hebdo“ kursierten. SWR2-Kinokritiker Rüdiger Suchsland bezeichnet den Film als „Polit-Science-Fiction, die den Rechtsextremismus verklärt“ und spricht von einer „Gewaltfantasie, die auf billige Effekte setzt“. Er zweifelt, ob man über die braune Hipster-Szene einen Spielfilm machen kann, der deren fesche Symbole und Musik aufgreift.

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