Gedichte als Vitamine für die Seele – der Schauspieler Matthias HabicSchauspieler Matthias Habich: Gedichte sind Vitamine für die Seele

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„Wutanfälle habe ich auch manchmal“

Quelle: Matthias Habich

Der Corona-Pandemie verdankt Matthias Habich eine inzwischen jahrelange intensive Auseinandersetzung mit der Lyrik Friedrich Hölderlins. Denn eine gemeinsam mit Schauspielerin Barbara Auer und Regisseur Klaus Hemmerle geplante Veranstaltung zu Leben und Werk des Dichters musste immer und immer wieder verschoben werden. Er habe sehr mit Hölderlin gerungen, sagt Matthias Habich, dem der Dichter bis heute rätselhaft geblieben ist. „Die Wutanfälle, die ihn auszeichnen“, die habe er auch manchmal, gesteht Habich, aber anschließend tue es ihm immer leid.

Die attraktiven Rollen bleiben im Alter aus

Die Hauptdramen des Lebens spielten zwischen 20 und 50, das sind die interessanten Jahre, meint Matthias Habich. Nachher werde man nicht mehr wahrgenommen und an den Rand gedrängt, kritisiert der 82-jährige. Wenn mehr ältere Leute im Fernsehen oder auf der Bühne sichtbar würden, dann vervollkommne sich die Menschenlandschaft. Doch von den aktuellen Rollenangeboten zeigt er sich wenig begeistert. Auf Krebs, Demenz und aufs Sterbebett – darauf habe er keine Lust.
„In der zweiten Szene muss ich dann schon einen Schlauch in der Nase haben“

Quelle: Matthias Habich

Für Matthias Habich wäre eine ganz andere Rolle reizvoll: nämlich junge Menschen an die Hand zu nehmen, ihnen den Weg ins Leben zu erleichtern: „Ich lerne selten durch andere, ich lerne durch Arbeit“. Am 3. September wird der Schauspieler Matthias Habich für sein Lebenswerk mit dem „Goldenen Ochsen“, dem Ehrenpreis des Filmkunstfests Mecklenburg-Vorpommern, ausgezeichnet, der zuvor an Kolleginnen und Kollegen wie Ulrich Tukur, Katharina Thalbach oder Götz George verliehen wurde.

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