Birke Opitz-Kittel (Autistin) und Tochter Miriam | So sieht der Alltag einer Autistin aus | SWR1 Leute

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Autismus ist keine Krankheit - es gibt zahlreiche bekannte Persönlichkeiten, die damit leben wie zum Beispiel Greta Thunberg, Bill Gates oder Steven Spielberg. Auch Einstein und Mozart sollen Autisten gewesen sein. Birke Opitz-Kittel bekam mit 37 Jahren die Diagnose Autismus-Spektrum-Störung. Endlich versteht sie, warum das Leben für sie nie einfach war: Sie fühlte sich schon als Kind als Außenseiterin, was sich auch als Erwachsene nicht geändert hat. Heute leitet sie zwei Selbsthilfegruppen und macht auf das Leben mit Autismus aufmerksam. »Es gibt diesen einen Satz: »Kennst du einen Autisten, kennst du genau einen Autisten.« An sich stimmt dieser Satz, obwohl ich ihn nicht mag, und zwar deshalb, weil ich schon mehrmals erlebt habe, dass man genau damit Autisten ihre Wahrnehmung abspricht und sie nicht für sich selbst sprechen lässt. Im wörtlichen Sinne allerdings bedeutet der Satz, dass wir Autisten wie neurotypische, also schlicht nichtautistische Menschen auch alle unterschiedlich sind – und das gilt sowohl für unsere Stärken als auch für unsere Schwächen.« Auszug aus dem Buch »Mama lernt Liebe« von Birke Opitz-Kittel Was bedeutet es damit zu leben? Wie sieht der Alltag aus? Als Autistin fällt es ihr schwer, Emotionen zu zeigen und gängige Verhaltensregeln intuitiv nachzuvollziehen. Wie es ihr gelang, trotz dieser Schwierigkeiten innige Bindungen zu ihren Kindern aufzubauen, darüber berichtet Birke Opitz-Kittel mit ihrer Tochter Miriam in SWR1 Leute. Moderation: Nicole Köster

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