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Leise rieselt der Schnee

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Unzählige verschiedene Kristallformen

Schnee rieselt leise – und langsam: mit vier Kilometern pro Stunde, also gemächlicher Schrittgeschwindigkeit. Regen dagegen fällt viel schneller vom Himmel, mit etwa 20 Stundenkilometern; Hagel überholt alle beide. Schneekristalle entstehen in den Wolken: Winzige Wassertröpfchen lagern sich dabei an einen Gefrierkern an – zum Beispiel an ein Staubteilchen oder Rußpartikel. Die Temperatur in den Wolken darf dabei nicht zu hoch und nicht zu niedrig sein: Zwischen minus vier und minus 20 Grad Celsius. Auf ihrem Weg zur Erde durchwandern die Schneekristalle verschieden warme Luftschichten. Dabei nehmen sie ganz unterschiedliche Formen an: Wenn’s kälter ist, schneit es eher Plättchen oder Prismen, wenn’s wärmer ist, sechsarmige Sterne. Bei hoher Thermik werden die Kristalle mehrfach rauf und runter gewirbelt, dabei schmelzen sie zum Teil und kristallisieren wieder neu. So entstehen unzählige verschiedene Kristallformen – wahrscheinlich gibt es keine zwei Schneekristalle, die ganz genau gleich sind. Die ideale Weihnacht ist weiß... Das hat wenig zu tun mit der winterlich-weißen Idylle, die der Pfarrer Eduard Ebel in seinem Lied "Leise rieselt der Schnee" im 19. Jahrhundert gezeichnet hat – und nach der sich so viele Menschen jedes Jahr zu Weihnachten sehnen; auch wenn dieser Traum für die meisten höchst selten in Erfüllung geht: In Hamburg erlebt man höchstens alle 10 Jahre mal weiße Weihnachten, in Dresden immerhin durchschnittlich alle vier Jahre, in München ist jedes zweite bis dritte Weihnachten weiß. Die Stille, die in dem Lied angesprochen wird, ist zum Glück nicht von Klima und Wetter abhängig, dafür kann jeder selbst sorgen.
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