#308: Hör auf dich zu bremsen! Hast du das Impostor-Syndrom?

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Letzte Woche hatten wir ja mein Interview mit Robert im Podcast und diese zweiwöchige Abstinenz vom Mikrofon habe ich schon bemerkt. Ich muss zugeben: Obwohl ich es eigentlich liebe, diese Folgen aufzunehmen, ich teilweise merke, wie ich mir dann doch manchmal quasi ein Bein stelle.

Ich weiß, dass mir diese Folgen Spaß machen und ich weiß durch das Feedback mittlerweile auch, dass meine Podcastfolgen ganz gut ankommen. Bei dem Feedback, das ich bekomme, geht mir sowas von das Herz auf! Das sind - so schnulzig es klingt - die Dinge, für die ich morgens aufstehe.

Um jetzt aber mal ganz ehrlich zu sein: Ich müsste doch eigentlich jede Woche voller Vorfreude in die Vorbereitung und in die Aufnahme starten. Aber es ist nicht so. Ich schiebe das häufig heraus und wenn ich diese Deadline nicht im Nacken und das Commitment mit Robert hätte, dann wüsste ich ehrlich gesagt nicht, ob die Folgen so regelmäßig im Wochenrhythmus online gehen würden.

Ich weiß nicht, ob du das auch von dir kennst, aber ich erwische mich relativ häufig dabei, wie ich mir quasi selbst einen Stock in die Speichen werfe. Wie ich eigentlich ganz genau weiß, was zu tun ist, um “erfolgreich” zu sein, ich es aber aus rational völlig unbegreiflichen Gründen dann doch einfach nicht mache. Und eben genau diese absolut schwachsinnige Prokrastination ist Teil eines für viele dunklen Geheimnisses, über das ich heute in dieser Folge sprechen möchte.

Keep pushing,

Deine A.C.

Wir sprechen deshalb in dieser Episode daher über folgende Dinge:

Idee 1: Warum der Traum von Selbstständigkeit für viele nur ein Traum bleibt.

Hier kommt das oben bereits erwähnt dunkle Geheimnis ins Spiel - nämlich das Impostor Syndrom. Oder auch ganz hart übersetzt: Das Hochstaplersyndrom. Das sind die Selbstzweifel, die einen glauben lassen, dass man von allen anderen wahrscheinlich überschätzt wurde. Dass man einfach nur Glück hatte oder der Zufall vor der Tür stand.

Idee 2: Über Komfortzonen und Bescheidenheit.

Wenn du diesen Podcast gerade hörst, dass ist es absolut wahrscheinlich, dass auch du diese ekligen Selbstzweifel kennst. Fakt ist, dass diese Zweifel mit verstärkter Häufigkeit auftreten, je mehr du aus deiner Komfortzone trittst. Wenn du täglich solide deine Briefe weg faltest, dann gibt es da auch wenig Raum für Selbstüberschätzung. Sachen, die neu sind, die größerer Berufung sind als Dinge, die man einfach adaptieren kann, die pushen uns aus der Komfortzone heraus.

Hinzu kommt aber auch, dass es gesellschaftlich sowas von angesehen ist bescheiden zu sein und man Komplimente eher immer mit einem “Ach, das war doch nicht so viel” abtut. Wenn man das immer und immer wieder tut, dann wird das für einen einfach irgendwann Realität. Und dann fängt man selbst irgendwann an zu glauben, dass man vielleicht einfach nur Glück hatte.

Idee 3: Bloß keine schlafenden Hunde wecken! - Das Hochstapler-Syndrom.

Das Impostor-Syndrom hat rein gar nichts mit mangelndem Selbstbewusstsein oder mangelnder Kompetenz zu tun. Es ist sogar absolut normal und typisch in ambitionierten Menschen die Neues wagen. Es ist auch noch wahrscheinlich, dass du dich damit alleine fühlst. Denn wer sich öfter durch Zufall oder Glück in zu guten Positionen sieht, der wird wohl den Teufel tun, sich selbst auch noch zu “busten”. Schließlich weckt doch niemand schlafende Hunde und riskiert, dass sein Gerüst der vermeintlichen Zufälle zusammenbrechen könnte. Damit bist du allerdings nicht alleine.

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