#298: Keine Idee? Keine Problem! So gelingt der Start in die Selbständigkeit

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Von Robert Heineke entdeckt von Player FM und unserer Community - Das Urheberrecht hat der Herausgeber, nicht Player FM, und die Audiodaten werden direkt von ihren Servern gestreamt. Tippe auf Abonnieren um Updates in Player FM zu verfolgen oder füge die URL in andere Podcast Apps ein.

Heute wollen wir einmal darüber sprechen, wie der Start in die Selbstständigkeit klappen kann. Tatsächlich ist das bei mir schon 5 Jahre her, aber neulich hat mich ein Freund auf dieses Thema gebracht, weil er mir erzählte, dass er sich gerne selbstständig machen würde, aber keine Idee hat. Witzigerweise hatte ich selbst diese Phase sehr lange, dass ich nicht genau wusste, womit ich mich selbstständig machen könnte.

Vielleicht geht es dir ja ähnlich, dass du noch genau in dieser Phase bist und nach der innovativen Idee suchst, mit der du dich selbstständig machen kannst. Deshalb sprechen wir heute darüber, wie ich das sehe, ob man wirklich eine innovative Idee benötigt und was es wirklich für den Start in die Selbstständigkeit braucht. Hätte ich die folgenden Tipps von Anfang an befolgt, dann hätte ich mir vermutlich 4 Jahre gespart.

Keep pushing,

Dein Robert.

Wir sprechen deshalb in dieser Episode daher über folgende Dinge:

Idee 1: Du brauchst eine innovative Idee: Trugschluss - Brauchst du nicht!

Ich glaube, dieser ganze Start Up -, Unternehmertum-, Selbstständigkeitskosmos lässt sich in zwei Welten trennen. Es gibt natürlich die eine Seite, wo man eine innovative Idee hat, sich einen Investor sucht und sich sozusagen von Runde zu Runde kämpft. Von dieser Welt habe ich wirklich wenig Ahnung und bin der völlig falsche Ansprechpartner. Ich habe allerdings Freunde, die diesen Weg gewählt haben und ihre Idee am Ende nicht so gut geklappt hat und dann auf einem Berg Schulden saßen. Funding, Investitionen in Millionenhöhe etc. hört sich zwar wahnsinnig cool an, aber am Ende sind es nichts anderes als Kredite. Als Gründer bist du zwar unglaublich motiviert und glaubst zu 100% an deine Idee. Wenn es dann aber am Ende nicht klappt, dann sitzt man häufig auf einem Berg Schulden.

Deshalb habe ich mich gefragt, was ist, wenn ich das andere Lager einschlage. Ohne innovative Idee. Stattdessen nehme ich mir ein Problem, dass es da draußen schon gibt und löse es einfach besser als andere. Das hat zum Umdenken bei mir geführt und so habe ich mit meinem eigenen Budget gestartet. Auch das kann man groß machen.

Idee 2: Du brauchst keine Idee, sondern ein Geschäftsmodell.

Ich habe gefühlt alles durch, was man digital machen kann: von Nischenseiten, Amazon FBA bis hin zur (heute) digitalen Beratungsagentur. Für mich hat es sich so am besten angefühlt, denn ich habe die Zeit in der Unternehmensberatung wirklich sehr genossen. Es hat mir wahnsinnig viel Spaß gemacht an spannenden Projekten zu arbeiten und wenn man es richtig anstellt, dann ist es ein hochmargiges Geschäft. Gleichzeitig habe ich gemerkt, dass die klassische Unternehmensberatung mit viel Reisen verbunden ist. Man hat sehr unterschiedliche Projekte - was ein Vorteil, aber auch ein Nachteil sein kann. Es gibt Kunden, die man sich nicht aussuchen kann und man arbeitet mit Leuten zusammen, auf die man manchmal vielleicht nicht so viel Lust hat und es war wenig digital.

Deshalb dachte ich mir: Was ist, wenn man diese zwei Welten zusammenführt? Was ist, wenn ich immer noch Unternehmensberatung machen kann und was ist, wenn ich das ganze digital mache? Drei Jahre vorgespult bin ich genau an diesem Punkt. Ich muss nicht mehr Reisen, arbeite komplett von Hamburg aus, wir haben mittlerweile über 200 Beratungskunden im gesamten D-A-CH-Raum, mit denen wir zusammenarbeiten.

Schaue also, was du bislang gemacht hast und vor allem, was dir Spaß macht und versuche das umzusetzen.

Idee 3: Es ist unkomplizierter als du denkst.

Alles beginnt mit einem einzigen Zettel. Es ist nämlich erstmal nur ein Angebot, das man braucht. Es gibt verschiedene Eingangstore, um sein Angebot zu finden und das was mir unglaublich geholfen hätte ist, zu verstehen, dass dieses erste Angebot mit dem man rausgeht, nicht am Schreibtisch entsteht. Richtig gute Angebote entstehen am besten im Gespräch mit dem Kunden. Das bedeutet: Schaue, welches Problem du da draußen lösen kannst - das ist mein allerbester Tipp für dich! Mit welcher Person möchtest du zusammenarbeiten? Und welches Problem hat diese Person, das du lösen kannst?

Idee 4: Schieß dir nicht ins Knie - Rechne niemals nach Stunden ab!

Stell dir vor, es gibt einen Gastronom und der hat aktuell das Problem Gäste in sein Restaurant zu bekommen und du bist fit in Social Media und beispielsweise Facebook Werbung. Jetzt könntest du hingehen und diesem Gastronom dein Angebot vorstellen, indem du ihm sagst, dass du ihm Gäste in den Laden bringst. Daraufhin beginnen die Preisverhandlungen und ich sehe es so oft: Die Leute schießen sich ins eigene Knie und rechnen in Stundensätzen. Ich glaube fest daran, dass man sich eher danach orientieren sollte, welches Ergebnis man liefert und abhängig davon, wie groß das Problem ist, das du löst, umso höher fällt auch der Preis aus, den du dafür verlangen kannst.

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