Dorothea Erxleben - die erste deutsche Frau mit Doktortitel

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Von Cathrin Jacob und Kim Seidler, Cathrin Jacob, and Kim Seidler entdeckt von Player FM und unserer Community - Das Urheberrecht hat der Herausgeber, nicht Player FM, und die Audiodaten werden direkt von ihren Servern gestreamt. Tippe auf Abonnieren um Updates in Player FM zu verfolgen oder füge die URL in andere Podcast Apps ein.

Dorothea Christiane Erxleben (geborene Leporin; wurde 1715 in Quedlinburg geboren, lebte bis 1762 und wardie erste promovierte deutsche Ärztin und eine Pionierin für die Gleichberechtigung von Frauen im Studium. Trotz ihre sehr guten medizinischen Ausbildung durch ihren Vater, durfte Dorothea Leporin aufgrund ihres Geschlechts nicht an einer Universität studieren. Sie wandte sich 1741 an Friedrich den Großen, den damaligen König von Preußen, der von ihr beeindruckt war und ihr ermöglichte, dass sie an der Universität Halle promovieren durfte, da sie bereits als Ärztin mit ihrem Vater tätig war. Doch zuerst sollte sie 1742 heiraten, sich um zehn Kinder kümmern und parallel als Ärztin praktizieren, 1747 die Arztpraxis ihres Vaters übernehmen, bis sie den Boykott und das Gespött um sie als "Dilettantin" bis hin zur Anzeige wegen " „medicinischer Pfuscherey“ der rein männlichen Ärzte aus ihrer Region nicht mehr ignorieren konnte und sich um ihre Doktorarbeit kümmerte - ohne Studium - ; das Privileg durch Friedrich des Großen nahm sie dann doch in Anspruch. . Am 12. Juni 1754 wurde sie als erste Frau zum „Doktor der Arzeneygelahrtheit“ erklärt.

An dieser Stelle möchte Kim auf folgende Aussagen in dieser Podcastepisode eingehen, die sie beim Smalltalk mit Cathrin in den Raum warf: sie meinte, dass es 7% Frauenanteil in Vorständen (Vorstände und Geschäftsführung) der DAX-Unternehmen (DAX-30, MDAX, SDAX und TecDAX; insgesamt 160 Unternehmen) in Deutschland gibt. Das ist nicht ganz korrekt. Im Jahr 2019 waren es laut dem "Deutsches Institut für Wirtschaftsforschung e.V. sagenumwobene 9,3%. Betrachten wir das Verhältnis der deutschen Bevölkerung von 42 Mio. Frauen zu 41 Mio. Männern in der Datenbank des Statistische Bundesamt im Jahr 2019, so wird klar, dass hier absolut keine Geschlechterparität existiert.

Leider galt die Frauenquote von mind. 30%, also das "Gesetz für die gleichberechtigte Teilhabe von Frauen und Männern an Führungspositionen in der Privatwirtschaft und im Öffentlichen Dienst“, nur für Aufsichtsräte. Betrachten wir die DAX-Unternehmen (DAX-30-Unternehmen liegt der Frauenanteil bei Vorständen und Geschäftsführungen bei niedlichen 14,7%. Nach einer Studie von E&Y werden im Jahr 2019 noch zwei von drei Unternehmen (67%) ausschließlich von Männern im Vorstand geführt (https://www.ey.com/de_de/news/2020/01/ey-frauenanteil-in-vorstandsgremien-steigt-weiter-an ) und weiterführend möchte Kim diesen Artikel von Januar 2020 empfehlen: https://www.businessinsider.de/wirtschaft/frauen-in-dax-vorstaenden-das-sind-die-30-maechtigsten-managerinnen-deutschlands/. Dann behauptete Kim noch, dass Sheryl Sandberg bei Facebook die Frauenparkplätze einforderte, tatsächlich war es bei Google. Kim möchte hier folgendes Buch empfehlen: "Lean In: Women, Work, and the Will to Lead" . Viel Spaß beim Hören wünschen Cathrin und Kim.

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