#147 Richtig Werben auf LinkedIn & Co.: Wie und wann du am besten startest

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Von IT-founder and Tobias Ziegler entdeckt von Player FM und unserer Community - Das Urheberrecht hat der Herausgeber, nicht Player FM, und die Audiodaten werden direkt von ihren Servern gestreamt. Tippe auf Abonnieren um Updates in Player FM zu verfolgen oder füge die URL in andere Podcast Apps ein.

Diesmal sprechen wir über das Thema bezahlte Werbung auf der Plattform LinkedIn. Passend zu den letzten Folgen (Wie optimiere ich mein LinkedIn-Profil, Wie spreche ich potentielle Interessenten an, Was mache ich auf Xing, was auf LinkedIn) setzen wir unseren Fokus auf diese eine Plattform. Vom Grundsatz her funktionieren die Tipps aber für alle Plattformen. Du kannst die Werbung wunderbar nutzen, um im B2B-Bereich wirklich interessante Geschäftskunden und Aufträge an Land zu ziehen.

Vorbereitung ist alles: Was, wer und warum?

Vorweg ganz wichtig: Werbeanzeigen generell lohnen sich vor allem dann, wenn du eine gewisse Klarheit darüber hast, was dein Produkt ist. Was ist der Mehrwert deines Produktes? Wer ist deine Zielgruppe? Was sind die Probleme deiner Zielgruppe? Wenn du all das noch nicht klar hast, dann sind die bezahlten Werbeanzeigen ein Experiment, welches dir dabei helfen kann, all das herauszufinden. Das Experiment kann dir aber dann eben auch zeigen, wie es nicht geht. In beiden Fällen kostet es dich Geld. Grundsätzlich verhelfen dir die Anzeigen zu mehr Reichweite und Sichtbarkeit, das ist eben vor allem dann sinnvoll, wenn du schon ein Produkt hast, welches du gut verkaufst und für welches du eben noch mehr Interessenten suchst.

Der zweite Punkt ist, wann lohnen sich bezahlte Werbeanzeigen, vor allem auf Businessplattformen? Lohnenswert sind sie dann, wenn für dich ein Kundenwert von mehreren tausend Euro entsteht. Bei zwanzig, dreißig Euro Umsatzplus oder auch 300 oder 500 Euro rentiert es sich nicht. Wenn du sagst, mehrere tausend Euro sind für dich völlig utopisch, du machst nicht mehr als 100 Euro pro Kunde, dann ist es sehr unwahrscheinlich, dass sich die bezahlten Werbeanzeigen auf Xing oder LinkedIn für dich als rentabel erweisen werden. Das solltest du auf jeden Fall im Voraus bedenken.

Das heißt für dich im Klartext, wenn du eine Kampagne fährst, mit der du wirklich groß dein Geschäft ankurbeln möchtest, dann such auch gezielt Angebote oder Produkte aus deinem Portfolio aus, mit denen du auch wirklich hohe Umsätze erzielen kannst. Je höher die Umsätze sind, desto eher ist es unter dem Strich rentabel für dich, mit all dem Aufwand, Werbebudget, den Gesprächen etc.

Customer Journey: Wie sieht der Weg bis hin zum Kaufabschluss aus?

Bevor du wirklich technisch loslegst, sollte dir klar sein, wie die Customer Journey aussieht. Denk am besten einfach rückwärts: Dein Kunde hat bestellt und ist happy – was muss dafür vorher passiert sein? Welche Informationen muss er gehabt haben? Welche möglichen Einwände müssen aus der Welt geschafft worden sein? Welcher Vertrauensaufbau muss stattgefunden haben? War vielleicht ein Telefonat im Vorfeld notwendig? Gab es Broschüren, Videos, Infomaterial?

Zeichne dir am besten auf, welche kleinen Schritte passieren, wie der Weg eines Menschen (der dich noch nicht kennt) aussieht, bis zu dem Moment wo er kauft. Mach dir klar, Werbung ist Experimentieren. Du hast eine Hypothese und sagst, die und die Zielgruppe möchte dieses Produkt kaufen. Sie hat die und die Fragen oder Problemstellungen und verspricht sich den und den Nutzen. Nur wenn ich diesen Text benutze, diese Begriffe, dieses Bild, dann gehe ich davon aus, dass es funktionieren kann.

Dann schaltest du eine Kampagne in genau dem Setup, das kannst du eben auch auf LinkedIn tun. Das Mindset ist dabei ganz wichtig: Diese Werbung ist ein Experiment! Nimm dir ein Budget von 200 Euro und probier aus, ob die Leute klicken.

Was passiert nach dem Klick auf die Anzeige?

Wenn sie klicken: Was passiert dann? Buchen sie ein Gespräch? Möchten sie mehr Infos? Geh nicht davon aus, dass die erste Anzeige direkt super funktioniert. Es kann gut sein, dass du eine zweite hinterherschicken musst. Du kannst variieren, verbessern. Optimiere deine Anzeigen immer weiter. Wenn du jetzt eine Kampagne bei LinkedIn schalten möchtest, brauchst du vor allem drei Dinge: Du brauchst ein Ziel, das du erreichen willst. Du brauchst die Werbeanzeige an sich mit Bildmaterial oder Video. Und zuletzt brauchst du die Zielgruppe. Überleg dir ziemlich klar, wen du ansprechen willst.

Es gibt haufenweise Anzeigenarten, probier am Anfang ruhig die erste aus. Setz überhaupt eine Anzeige auf, mit Bild, mit Text und mit einem Link zu beispielsweise deiner Landingpage. Stell dir deine Zielgruppe zusammen und schau dir dann die Kennzahlen zu deiner Kampagne an. Schau dir an, wie viele Leute klicken überhaupt? Wie viele von denen haben dann tatsächlich einen Termin gebucht oder anders Kontakt aufgenommen? So bekommst du Stück für Stück ein Gefühl dafür. Es gibt kein Geheimrezept. Halte dir vor allem vor Augen, dass ein Klick auf LinkedIn bei einer guten Zielgruppe auch gut und gerne mehrere Euro kosten kann. So wird auch schnell klar, was ich anfangs mit rentabel meinte: Deine Werbeanzeige muss mit all ihren Kosten in einem sinnvollen Verhältnis zu deinem späteren Auftragswert stehen. Wenn du noch Fragen hast oder dich austauschen möchtest, kannst du auch sehr gerne in unsere IT-founder-Facebookgruppe kommen. Oder schick mir gerne eine Email an tobi@it-founder.de. Ansonsten wünsche ich dir ganz ganz viel Erfolg für dein Business!

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