Auf geht’s - der Reha-Podcast Folge 230 Berufschancen im Bewachungsgewerbe

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Gerade in gesellschaftlich und wirtschaftlich schwierigen Zeiten haben es Menschen mit Behinderung schwer auf dem Arbeitsmarkt Fuß zu fassen.

Willst du nach einem Unfall den qualifizierten Wiedereinstieg in das Berufsleben finden, bietet dir die Wach- und Sicherheitsbranche eine Möglichkeit. Sie ist nicht gerade gut gelitten in der Wirtschaft. Aber zu Unrecht.

Mit der anerkannten Qualifikation „Sachkundeprüfung nach §34a GewO“ hast du wieder Arbeitsmarktchancen. Die Prüfung legst du nach einem Lehrgang vor der IHK ab. Aber Achtung. Wenn du dich einlässt, kommen viel Schulstoff und eine anspruchsvolle Prüfung auf dich zu.

Erst einmal musst du natürlich für eine Tätigkeit im Bewachungsgewerbe geeignet sein. Eine Behinderung ist dabei kein Ausschlussgrund. Auch für Menschen mit Behinderung gibt es viele Arbeitsplätze. Neben dem „Pförtner“ gibt es noch die Möglichkeiten Revierfahrten zu machen oder an Bildschirmarbeitsplätzen zu arbeiten.

Das Bewachungsgewerbe hatte in der Vergangenheit keinen guten Ruf. Das hat sich schon geändert. Viele Anlagen und Objekte müssen bewacht werden. Ganz aktuell zum Beispiel der Zugang nach den Abstandsregeln in Kaufhäuser.

Dazu beigetragen hat auch eine hohe Durchfallquote bei den IHK-Prüfungen. Dies liegt je nach Region bei 50 bis 70 Prozent. Die Prüfung auf die leichte Schulter zu nehmen wäre nicht gut. Nur wer sich intensiv vorbereitet hat eine Chance.

Die schriftliche Prüfung darfst du als Multiple-Choice-Test absolvieren. Und dann ist da noch die mündliche Sachkundeprüfung. Zu ihr wirst du nur zugelassen, wenn du den schriftlichen Teil bestanden hast.

Zu Büffeln hast du viel. Da geht es um Datenschutzrecht, die Gewerbeordnung, Unfallverhütungsvorschriften, Strafrecht und vieles mehr. Also musst du fleißig sein.

In der aktuellen Sendung erklärt dir Daniela Vorwerk von der AdA Akademie der Ausbilder) was du beachten darfst. Und welche Chancen du hast.

Gefördert wird die Qualifikation zum Beispiel mit einem Bildungsgutschein der Agentur für Arbeit oder des Jobcenters. Auch Berufsgenossenschaften, Rentenversicherungen und privaten Haftpflichtversicherungen übernehmen die Kosten für das Erreichen der Sachkundeprüfung nach §34 a GewO.

Solltest du einmal die Prüfung nicht bestehen, kannst du sie wiederholen. Die AdA hat für dich in einem solchen Fall ein Unterstützungsangebot.

Mehr zur AdA Oldenburg findest du hier:

Weitere spannende Sendung des „Auf geht’s – der Reha-Blog!“ findest du unter

www.der-rehablog.de

Im „Auf geht’s – der Reha-Podcast!“ kannst du viele Interviews mit spannenden Menschen verfolgen. Die Sendungen findest du unter:

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