Folge 252 - Geschenkwirtschaft

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Von Norman Dabkowski entdeckt von Player FM und unserer Community - Das Urheberrecht hat der Herausgeber, nicht Player FM, und die Audiodaten werden direkt von ihren Servern gestreamt. Tippe auf Abonnieren um Updates in Player FM zu verfolgen oder füge die URL in andere Podcast Apps ein.
Du bietest ein Produkt oder eine Dienstleistung an, und der Kunde zahlt nur, was es ihm wert ist? Macht das Sinn? Kannst du davon leben?

Der Gedanke, der dahintersteht, ist eine Geschäftswelt, die auf Geschenken basiert? Du verschenkst dein Produkt oder Dienstleistung und der Kunde gibt Dir dafür ein Geschenk zurück, etwas, dass es ihm Wert ist. Das darf – aber muss nicht zwangsläufig – Geld sein.

Geht das überhaupt im gesamtwirtschaftlichen Kontext? Wichtig ist, es wird etwas geschenkt und dafür dennoch eine Gegenleistung erwartet. Diese Gegenleistung kann auch verzögert erbracht werden und an bestimmte Ereignisse geknüpft sein. Dabei liegt die Entscheidung über eine Gegenleistung beim Beschenkten.

Mit dem Schenken kann aber auch der Wunsch nach Achtung und Ehrerbietung verbunden sein. Gewährt der Beschenkte dem Schenkenden dann eine Gegenleistung, kann diese einen besonderen Status oder eine besondere Identität des Schenkenden zum Ausdruck bringen.

Wenn dein Produkt oder deine Dienstleistung wirklich relevant und von Nutzen ist, wird es auf jeden Fall Interessenten und Kunden geben.
Wir Menschen sind Gewohnheitstiere und es als solche gewohnt, einen Preis genannt zu bekommen und dann unsere Entscheidung zu treffen. Wird es daher einige Menschen zurückschrecken, selbst einen Preis nennen zu müssen?
Ich persönlich finde es sehr lehrreich, einen Preis im Vorhinein nennen zu müssen. Im Nachhinein fällt es mir zwar leichter, aber leicht ist nicht immer gut.
Diese Methode zwingt einen dazu, sich vor einer Investition wirklich Gedanken darum zu machen, wie wichtig einem die Sache ist. Und das ist extrem hilfreich. So lassen sich pseudo wichtige Dinge leicht in frühem Stadium eliminieren. Das hat Vorteile für Anbieter und Nutzer.
Wie ist das bei deinem Geschäft: Würde es funktionieren, den Kunden den Preis frei wählen zu lassen? Würdest du damit voraussichtlich mehr oder weniger Einnahmen generieren und warum?

Kann ein Kunde den Wert eines Produktes wirklich richtig einschätzen? Oder gibt es kein richtig, sondern nur einen individuellen Preis?

Muss alles monetär messbar sein? Deine Meinung interessiert mich. Schreibe mir gerne eine Nachricht an geldbewusst@mail.de

Ich wünsche Dir eine erfolgreiche Woche.

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