RDR mit Inspektor Kolm

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Fahrrad-Polizist Reinhard Kolm ist diesmal Gast bei Reich durch Radeln. Magda und Klaus haben mit dem Inspektor über schikanöse Kontrollen, Lücken in der Straßenverkehrsordnung und die Sicherheit im Straßenverkehr gesprochen. 142 Radpolizisten sind auf Wiens Straßen im Dienst. Als Freund und Helfer werden sie von den wenigsten Radfahrenden gesehen. Häufiger fühlt man sich sich von den Uniformierten unnötig schikaniert. Wie diese "Schikanen" ein Polizist sieht, haben wir mit Inspektor Reinhard Kolm diskutiert. Reinhard Kolms Wachstube ist in der Kandlgasse im 7. Bezirk. Zu seinem Revier zählt deshalb auch ein Teil der Mariahilfer Straße, wo sich an der Kreuzung mit der Neubaugasse gleich auch ein neuralgischer Punkt befindet. Dass er dort besonders gerne steht und bei Rotlicht Fahrende kontrolliert, gibt der Radpolizist Reinhard Kolm unumwunden zu: "Hier wird sehr gerne bei Rot gefahren und es passieren laufend Unfälle." Wie viele solcher Kontrollen und wie viele sogenannte Schwerpunktkontrollen an Fahrradfahrenden stattfinden, darüber führt die Wiener Polizei eigenen Angaben zufolge keine Statistik. "Ganz generell kann man aber von zehn bis zwanzig Schwerpunkten pro Monat in ganz Wien sprechen", heißt es in der Pressestelle. Reinhard Kolm erzählt im Gespräch wie solche Aktionen vorbereitet werden und wie sie ablaufen. Für ihn sind solche Kontrollen – wenig überraschend – gerechtfertigt – es gehe um den Schutz der Radfahrenden und um Präventionsmaßnahmen. Dass bei Zufußgehenden hier weniger genau hingeschaut werde, sieht Kolm nicht so. Eine schwammige Gesetzeslage beklagt er hingegen bei der Seitenabstandsregel. "Für uns ist es schwierig den gesetzeskonformen Abstand mit freiem Auge zu erkennen. Momentan gibt es noch kein Allheilmittel." Bei den Autofahrenden kritisiert Kolm mangelndes Verständnis für Radfahrende. Er selbst sei ein begeisterten Radfahrer. "Wenn ich mit dem Rad unterwegs bin, bin ich einfach glücklich. Das kann man mit Geld nicht aufwiegen", sagt Kolm. In Wien benutzt er das Rad für Alltagswege, in der Freizeit ist er gerne mit dem Mountainbike unterwegs. Eine gekürzte und adaptierte Print-Fassung des Podcast-Interviews gibt es in Ausgabe 19/3 des DRAHTESEL zu lesen. Links: Fakten zur Seitenabstandsregel: https://www.radlobby.at/abstand#Fakten Statistik Verkehrsunfälle (2018): https://www.statistik.at/web_de/statistiken/energie_umwelt_innovation_mobilitaet/verkehr/strasse/unfaelle_mit_personenschaden/index.html Verkehrsunfallkarte: https://www.statistik.at/verkehrsunfallkarte/

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