Reformhaus: Wie lebt, konsumiert und ernährt man sich nachhaltig? Von der Lebensreform-Bewegung im 19. Jahrhundert bis Fridays for Future - warum Nachhaltigkeit uns alle angeht

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Nachhaltigkeit – kaum ein Begriff hat sich in den letzten Jahren so stark entwickelt. Seine Wurzeln reichen weit in die Vergangenheit zurück: Als „Begründer“ der Nachhaltigkeit wird oft der Freiberger Oberberghauptmann Hans Carl von Carlowitz genannt, der der den Gedanken der Nachhaltigkeit Anfang des 18. Jahrhunderts für die Waldwirtschaft entwickelt hat. Nach Carlowitz sollte nur so viel abgeholzt werden, wie der Wald in absehbarer Zeit auf natürliche Weise regenerieren kann. Das Prinzip der Nachhaltigkeit sollte also sicherstellen, dass ein natürliches System in seinen wesentlichen Eigenschaften langfristig erhalten bleibt- dieses Konzept kommt uns bekannt vor. Es ist heute angesichts von massivem Ressourcenverbrauch, Umweltverschmutzung und Klimawandel moderner und wichtiger denn je.

Wir sprechen in dieser Ausgabe mit Rainer Plum, dem Vorstand der Reformhaus-Genossenschaft, über ökologische, ökonomische und soziale Standards in Sachen Nachhaltigkeit, die für die Reformhäuser schon seit ihrer Entstehung aus der Lebensreform-Bewegung Mitte des 19. Jahrhunderts im Wesentlichen gelten. Und wir sprechen auch über den wichtigen Beitrag, den wir alle selbst zum Thema leisten können, wenn wir uns möglichst vegetarisch oder vegan ernähren.

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