Karibik mit Corona, Voralpenland, Medellín - Die schönsten Reisegeschichten des Jahres

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Wie wir einmal fast in die Karibik gekommen sind, Corona dann aber alles verändert hat, stattdessen dann mit Gaucho-Pferden durchs Voralpenland geritten sind und die einst gefährlichste Stadt der Welt besucht haben: Medellín.

Fluch der Karibik
Von Felicia Englmann
Ganze vier Wochen wollte Felicia Englmann im Frühjahr 2020 in der Karibik verbringen. Das Programm war bis ins Detail ausgetüftelt: Wanderungen durch den Dschungel, übernachten in einem historischen Holzhaus, die Wasserfälle am Vulkan sehen. Es sollte ihre „Hochzeitsreise“ ohne Hochzeit sein, ihr großer Traum vom weißen Sandstrand, dunkelgrünem Regenwald und goldenem Ti-Punch. Und es war schon das zweite Mal, dass ihre Reise in die Karibik nicht stattfinden sollte. Stattdessen lag sie krank allein zu Hause im Bett, ohne Essensvorräte und mit der Erkenntnis: auch die beste Planung bringt manchmal nichts.

Mit den Gauchos durchs Voralpenland
Von Laura Freisberg
Versteckt in einem Waldstück liegt im Voralpenland ein Stück argentinische Gaucho-Kultur. Von der Estanzia el Cazador aus kann man auf Criollos die Landschaft erkunden. Die kleinen, wendigen Tiere werden in Südamerika bei der Viehzucht eingesetzt. Geritten werden sie einhändig - damit eine Hand frei bleibt für das Lasso. Alpin-Trails, so heißt die Firma, bietet Tagestouren an und sogar eine Alpenüberquerung. Auf den kleinen Gaucho-Pferden durch die Berge - das klingt nach einem großartigen Abenteuer, bei dem man sich nicht vor Grizzlybären fürchten muss, wie in Kanada. Oder erst mal stundenlang über den Atlantik fliegen, wie für einen Besuch bei den echten Gauchos. radioReisen-Autorin Laura Freisberg will sich einen Kindheitstraum erfüllen - kriegt aber bald die Realität zu spüren, vor allem in den Beinmuskeln.

Medellín - Urlaub in der gefährlichsten Stadt der Welt
Von Tom Noga
Seit der Kolonialzeit ist Medellín eine Handelsstadt - für legale und illegale Produkte. Im 20. Jahrhundert ist Medellin durch die Landflucht auf fast das Vierzigfache seiner ursprünglichen Einwohnerzahl gewachsen. Als in den 70er Jahren nach der Wirtschaftskrise, auch die Demokratie in ein tiefes Loch fiel, füllten FARC Rebellen, rechte Paramilitärs und Drogenkartells die Lücken aus und versetzten die Stadt in Angst und Schrecken. Bürgerkriegsähnliche Zustände machten Medellín zu einem Ort, in dem man nicht mehr leben wollte. Heute sind Mordraten, Kriminalitätsstatistik und comunas voller Armut und Jugendbanden nicht mehr die Visitenkarten der Stadt. Stattdessen erstrahlt Medellín mit Künstlervierteln, Innovationspreisen und Nachbarschaftsprojekten.

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