Streitkultur - sich reiben bringt Wärme, oder?

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Streitkultur - sich reiben bringt Wärme, oder?

Wir haben in unserer Abstellkammer herumgeräumt und dabei - typisch Mann und Frau - über Aufräumen und Ordnung gestritten.. und alle konnten es hören: Aus Versehen hat Tillys Handy via Livevideo unsere Kabbelei auf Facebook in die Welt gepostet. Grund genug, daraus ein Thema zu machen: Wie wichtig ist Streit in einer Beziehung und wie streitet man sich "richtig"?

Streitregeln:

  • Beim Streit möglichst nur die störenden Verhaltensweisen des Gegenübers kritisieren, aber nicht ihn als Person.

  • Bei wiederholten Streitereien um Kleinigkeiten überlegen, ob dies nicht Nebenschauplätze sind und der Konflikt eventuell viel tiefgreifender ist.

  • Sollten die Emotionen überkochen, können keine klaren Gedanken gefasst werden. Dann auseinandergehen und sich für später zur Klärung verabreden.

  • Willst Du Recht oder eine Beziehung haben?

  • Deinen Partner beim Streit verbal bitte nicht als Person verletzen: Es bleiben immer Narben nach, die dann die Beziehung dauerhaft belasten. Bitte nur die Handlungen kritisieren!

  • Den Menschen, mit dem Du zusammen bist, solltest Du grundsätzlich lieben und bedingungslos vertrauen können. Ist dies nicht mehr der Fall, gehen auch Streitigkeiten oft nur noch darum, den Anderen zu verletzen, Recht zu haben und die Oberhand zu behalten. Spätestens dann ist der Gang zur Paarberatung notwendig.

  • Ansonsten sind Streitigkeiten zur Standortbestimmung, zur sachlichen Auseinandersetzung und für die Lebendigkeit einer Beziehung manchmal nötig.

Max Frisch: "Du sollst Dir kein Bildnis machen"
"Es ist bemerkenswert, dass wir gerade von dem Menschen, den wir lieben, am mindesten aussagen können, wie er sei. Wir lieben ihn einfach. Eben darin besteht ja die Liebe, das Wunderbare an der Liebe, dass sie uns in der Schwebe des Lebendigen hält, in der Bereitschaft, einem Menschen zu folgen in allen seinen möglichen Entfaltungen. Wir wissen, dass jeder Mensch, wenn man ihn liebt, sich wie verwandelt fühlt, wie entfaltet, und dass auch dem Liebenden sich alles entfaltet, das Nächste, das lange Bekannte. Vieles sieht er wie zum ersten Male. Die Liebe befreit es aus jeglichem Bildnis. Das ist das Erregende, das Abenteuerliche, das eigentlich Spannende, dass wir mit den Menschen, die wir lieben, nicht fertigwerden; weil wir sie lieben, solange wir sie lieben."(…)

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