Andacht zum 3. Sonntag nach Trinitatis zu Lukas 15,1-10 - Jesus freut sich über Sünder und Heilige

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»Wir wollen retten, was andere fortwerfen: alte Möbel, alte Häuser oder – das Wertvollste – Kinder und Jugendliche. Menschen, die andere abgeschrieben haben. Kein Mensch ist in Gottes Augen wertlos. Er liebt die Menschen und kann in jedem Gutes wecken. In jedem!«

Das sagte Sabine Ball, die Mutter Theresa von Dresden. Eine Frau, die selber ein bewegtes Leben hinter sich hatte, ehe sie in Dresden 1992 ihre missionarische Arbeit startet und die bis heute noch auch zwölf Jahre nach ihrem Tod durch den Verein Stoffwechsel fortgeführt wird.

Sabine Ball damals und der Verein Stoffwechsel auch heute sehen ihren Schwerpunkt in der Arbeit unter Kinder, Jugendlichen und Familien in und um Dresden. Dabei sollen die Menschen die Liebe Gottes als verändernde Kraft erfahren.

Einem, dem das auch besonders wichtig war, war Jesus. Dabei war es im egal, welche Menschen vor ihm standen. Das konnten die Pharisäer und Schriftgelehrten sein. Also Leute, die hoch gebildet waren und sich mit Gott, Glauben und der Theologie auskannten.

Doch bei Jesus konnten es auch andere Typen sein: Zolleinnehmer und Sünder, also Menschen, die ein Leben voller Schuld und Versagen führten, wie das auch ausgesehen hat. Sie haben sich damit nicht nur von Gott entfernten, sondern lebten auch am Rande der menschlichen Gesellschaft. Wir würden sie heute bei den Obdachlosen, Prostituierten und Strafgefangenen suchen. Aber ich glaube, es reicht, wenn wir uns ansehen.

Aber warum waren damals die Zolleinnehmer, die Zöllner in der Gesellschaft so verachtet? Heute ist das doch ein richtig ehrbarer Beruf und erfordert eine gute fundierte Ausbildung. Es sei denn man wird selber beim Schmuggeln erwischt, dann ist man natürlich nicht auf die Leute vom Zoll gut zu sprechen.

Nun damals war das der Typus des Kollaborateurs, dessen der mit dem ungeliebten römischen Staat zusammenarbeitet und bei den Leuten nicht nur die rechtmäßigen Steuern erhob, sondern manchmal auch die Leute regelrecht abzockte. Wir denken nur an denkleinen Typen mit Namen Zachäus. Die Älteren unter uns würden sie mit den Stasispitzeln vergleichen.

Wie geht Jesus nun mit all den Menschen um? Mit denen, die hoch gebildet sind und sich etwas einbilden und mit denen keiner etwas zu tun haben will. Und mit den Menschen vielen die dazwischen liegen. Dazu gehören auch wir, jeder von uns.

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