"Wir brauchen eine politischere NATO" - Erste NATO-Tagung mit neuer US-Regierung

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Unter Donald Trump schien die NATO auf dem absteigenden Ast. Doch unter dem neuen Präsidenten Biden macht sich auch das atlantische Bündnis Hoffnung, wieder mehr beachtet zu werden. Bei der ersten - virtuellen - Tagung der NATO-Verteidigungsminister wartet die 'community' der Sicherheits- und Militärexperten auf das, was der neue Verteidigungsminister Bidens, der Ex-General Lloyd Austin, zu sagen hat. Für die NATO sei das in der Tat "einen Neuanfang", sagt Johannes Varwick, Politikwissenschaftler an der Martin-Luther-Universität in Halle-Wittenberg. Ob das allerdings für alle umstrittenen Frage gelte, sei "noch nicht ausgemacht". Über den Abzug der NATO aus Afghanistan werde jetzt intensiv verhandelt. Die Zeichen wiesen aber eher darauf hin, dass das westliche Bündnis noch eine Weile dort bleiben werde. Wenn die Taliban wie jetzt wieder Terror im Land verbreiten, könnten die NATO gar nicht anders. Bei der Lastenteilung innerhalb des Bündnisses sei es am Wichtigsten, dass die Europäer endlich eine gemeinsame Linie in der Sicherheitspolitik finden. Das sei noch wichtiger als mehr Geld auszugeben, meint Johannes Varwick. "Wir brauchen eine politischerer NATO, die die einzelnen Staaten nicht so sehr ihre eigenen Süppchen kochen lässt."

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