Sonst sähe es in der Welt „finsterer“ aus: 60 Jahre Amnesty International

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Gestartet ist Amnesty International vor 60 Jahren als Gefangenenorganisation in Portugal, habe sich dann aber sehr schnell weltweit ausgebreitet, so der Menschenrechtsexperte Heiner Bielefeldt in SWR2. Inzwischen sei Amnesty eine „riesengroße Bewegung“, die das Menschenrechtsthema nach vorne gebracht habe und ohne die es in der Welt „ein bisschen finsterer“ aussehen würde. Glaubwürdig sei Amnesty als Organisation insbesondere, weil sie auf einer breiten Mitgliedschaft aufbauen könne. Bei der Gründung 1961 sei das Thema der Behandlung politischer Gefangener noch völlig neu gewesen, so Bielefeldt. „Aber man hat bei einem bestimmten Thema angefangen, um dann zu entdecken, dass eine Menschenrechtsfrage sozusagen andere nach sich zieht. So ist das Mandat, die Arbeit von Amnesty immer breiter geworden.“ Die im Jahr 1977 mit dem Friedensnobelpreis ausgezeichnete Organisation setzt sich für die Freilassung politischer Gefangener, die Rechte von Flüchtlingen und die Förderung der politischen, wirtschaftlichen, sozialen und kulturellen Rechte ein. Heiner Bielefeldt ist Professor für Menschenrechte und Menschenrechtspolitik am Institut für Politische Wissenschaft der Universität Erlangen.

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