Politikwissenschaftler Weigl zum Politischen Aschermittwoch im Lockdown: Studioproduktion mit CDU-Stargast

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So wie wir den politischen Aschermittwoch von der CSU kennen, so könne er dieses Jahr nicht funktionieren, sagt in SWR2 der Politikwissenschaftler Michael Weigl: „Der politische Aschermittwoch funktioniert ja gerade dadurch, dass die Getreuesten der Partei im Publikum sitzen und ihre Zustimmung zum Ausdruck geben. All das wird nicht da sein“. Das alljährliche Spektakel aus populistischen Reden und Bierdunst muss in diesem Jahr einer „Studioproduktion“ weichen, ohne Publikum vor Ort. Damit wird dieser Aschermittwoch zu einer „doppelten Premiere“: Die CSU hat den neuen CDU-Vorsitzenden Armin Laschet als Stargast eingeladen. Eine Seltenheit seien Gäste beim politischen Aschermittwoch, so Weigl, gerade Gäste aus der CDU: „Das ist der Tag, an dem sich der Parteivorsitzende, also Markus Söder, inszenieren kann“. Jetzt wolle man im Vorfeld der Bundestagwahl ein Bild der Geschlossenheit rausbringen und zeigen, dass die Zeiten, in denen sich CDU und CSU gestritten haben, vorbei seien. Michael Weigl ist Politikwissenschaftler und akademischer Beamter an der Universität Passau. Zuvor war er Assistent von Werner Weidenfeld und leitete die Forschungsgruppe Deutschland am Centrum für angewandte Politikforschung in München.

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