Neue WTO-Chefin Ngozi Okonjo-Iweala – Glaubwürdig für eine gerechtere Globalisierung

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Unter Donald Trump hatten die USA ihre Wahl noch blockiert, jetzt wird die nigerianische Ökonomin Ngozi Okonjo-Iweala zur neuen Chefin der Welthandelsorganisation WTO. Erstmals eine Frau an der Spitze der WTO sei ein Durchbruch, sagt der Journalist Andreas Zumach, Experte für internationale Organisationen. Okonjo-Iweale komme zwar aus dem globalen Süden, habe ihre wesentlichen Karriere-Schritte aber im Norden und in nördlichen Organisationen wie der Weltbank gemacht, neben ihrer sehr erfolgreichen Arbeit als Finanz- und Außenministerin ihres Heimatlandes Nigeria. Aufgrund ihrer Vorgeschichte sei Okonjo-Iweale glaubwürdig, für eine gerechtere Globalisierung zu stehen. Allerdings würde die WTO im Wesentlichen von den objektiven Interessengegensätzen zwischen den reichen Industriestaaten des Nordens und dem globalen Süden geprägt. Die Entscheidungen träfen weiterhin die Mitgliedstaaten der WTO, so Andreas Zumach. Ein zentrales Thema der Amtszeit der neuen WTO-Chefin seien die Patente auf Corona-Impfstoffe. Die WTO könne die Patente der großen westlichen Pharmakonzerne auf Corona-Impfstoffe aussetzen, damit auf der ganzen Welt Impfstoffe in ausreichender Menge hergestellt werden können. Dagegen gebe es aber nach wie vor den Widerstand der Industriestaaten, auch den Widerstand der Bundesregierung.

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