Neue Führung, alte Debatten? Auf ihrem Parteitag wählt „Die Linke“ ein neues Führungs-Duo

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Das Duo Rixinger/ Kipping habe die Partei deutlich stärker verändert, als man das bei Amtsantritt 2012 erwarten konnte, sagt Thorsten Holzhauser in SWR2 am Morgen. Holzhauser ist Historiker bei der „Stiftung Bundespräsident-Theodor-Heuss-Haus“ in Stuttgart und er hat in seiner Doktorarbeit die Frage der Integration der SED-Nachfolgepartei PDS in das Parteiensystem der Bundesrepublik untersucht. „Sie ist deutlich westlicher gewordener, sie ist urbaner und auch jünger geworden“. Bei ihrem Online-Parteitag will die „LINKE“ den Wechsel an der Parteispitze vollenden. Dass hier mit den beiden Kandidatinnen Susanne Hennig-Wellsow und Janine Wissler ein weiteres Ost-West-Duo das Vorgänger-Ost-West-Duo Katja Kipping und Bernd Riexinger ablöse, sei schon klug, um die beiden Teile Deutschland einzubeziehen, die ja auch auf die Entwicklung der Partei einen Einfluss gehabt hätten. „Auf der anderen Seite muss man aber auch sagen, dass diese Ost-West-Unterschiede in der jüngeren Generation etwas weniger wichtig geworden sind“, so Holzhauser. Während Hennig-Wellsow die LINKE in die Regierungsverantwortung drängt, warnt Wissler davor und möchte vor allem den Kitt zu den sozialen Bewegungen nicht verlieren. „Wie dieses neue Gespann letztlich harmoniert, wie man zusammen findet und in der strategisch wichtigen Frage eine gemeinsame Position entwickeln kann, das bleibt erstmal abzuwarten“, meint Holzhauser.

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