Tanti Auguri, Ignazio Cassis

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Aussenminister Ignazio Cassis hat im Moment den vielleicht härtesten Job im Bundesrat. Mittendrin und doch nicht wirklich dabei. Bei seinem grössten Dossier, den Beziehungen der Schweiz zur EU, kommt er nicht vorwärts und wirkt isoliert. Beim Besuch von Bundespräsident Guy Parmelin in Brüssel war er nicht einmal dabei. Auch sonst hat es der Tessiner schwer. Während der Pandemie spielt die Aussenpolitik noch eine geringere Rolle als sonst. In der Öffentlichkeit findet Cassis nur selten statt - und wenn, dann meist in einem schwierigen Umfeld. Zum Beispiel bei der Frage, ob sein Freisinn nach den nächsten Wahlen immer noch zwei Bundesratssitze halten wird - und wer in einem solchen Fall dann zurückstecken müsste (eher nicht Karin Keller-Sutter). Was bei der öffentlichen Wahrnehmung von Cassis oft vergessen wird: Er hat für einen Bundesrat eine sehr ungewöhnliche Vita. Cassis stieg erst spät richtig in die Politik ein, in seinen 40ern, und sein Weg in den Bundesrat war von Beginn an von Störgeräuschen begleitet. Ein Echo dieser knarzigen Wahl ist bis heute zu hören. Kürzlich wurde Cassis 60 Jahre alt. Zum Geburtstag erhält er eine ganze Sendung des «Politbüro» spendiert. Woher kommt Cassis? Was macht ihn aus? Ist sein schlechtes Image gerechtfertigt? Und wo wird er unterschätzt? Diese Fragen diskutieren Raphaela Birrer, Markus Häfliger, Christoph Lenz und Philipp Loser im Politik-Podcast von Tamedia.

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