Zurück zum Thema | Braucht Deutschland eine feministische Außenpolitik?

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Wo sind die Diplomatinnen?

Die deutsche Außenpolitik wird von Männern dominiert. Nur rund 13 Prozent aller deutschen Botschafter und Botschafterinnen sind Frauen. Eine Außenministerin hat es noch nie gegeben. Im internationalen Kontext sieht es ähnlich männlich aus: Bei Friedensverhandlungen sitzen auf 100 Stühlen durchschnittlich nur 13 Frauen. Und nur 4 Prozent der Unterschriften unter Friedensverträgen werden von Frauen gesetzt.

Mehr Frauen in der Außenpolitik = mehr Frieden?

Eine Studie des International Peace Institute belegt, dass ein Frieden um 35 Prozent nachhaltiger ist, wenn Frauen an den Verhandlungen beteiligt waren. Weibliche Stimmen finden in der Diplomatie trotzdem kaum Gehör. Frauenrechtlerinnen und Feministinnen möchte das ändern. Die weibliche Perspektive soll bei Friedensverhandlungen stärker berücksichtigt werden, denn zu einem stabilen Frieden gehört mehr als nur der Waffenstillstand zwischen zwei Staaten.

Vor einem Jahr hat die Fraktion der Grünen einen Antrag im Bundestag eingereicht. Darin fordern sie, feministische Außenpolitik konsequent umzusetzen. Dazu sollen mehr Botschafterinnen eingestellt werden und Deutschland soll sich in der EU und den Vereinten Nationen für eine feministische Außenpolitik einsetzen. Die Antragsteller und Antragsstellerinnen sind der Auffassung, dass so Frauen- und Menschenrechte gestärkt werden können.

Was genau bedeutet es, feministische Außenpolitik zu betreiben? Und warum sollte das für Deutschland wichtig sein? detektor.fm-Moderatorin Amelie Berboth hat bei Nina Bernarding vom Centre for Feminist Foreign Policy nachgefragt. Agnieszka Brugger von den Grünen hat den Antrag vor einem Jahr unterschrieben und berichtet, was sich seitdem getan hat.

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