Musikzimmer | Female MCs und Promo-Sünden

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Playlist

Das komplette Interview mit The Notwist hört ihr Ende Januar als Musikzimmer-Bonusfolge. Die gespielten Songs und alle, die wir nicht in den Podcast quetschen konnten, findet ihr auf unserer Spotify-Playlist.

Die nächste Musikzimmer-Ausgabe kommt am 17. Februar 2021. Bis dahin läuft immer mittwochs um 19 Uhr im detektor.fm-Wortstream die Wiederholung dieser Folge.

Ihr wollt auch unter den Geheimfavoriten im Musikzimmer sein? Wir bringen eure Band ins Radio! Schickt uns eure Songs, am besten per Link (Soundcloud, Bandcamp, Dropbox …) an musikzimmer[at]detektor.fm.


Geheimfavoriten

Seit einigen Monaten kuratieren wir die Geheimfavoriten (ehemals Newcomer) im Musikzimmer ohne Abstimmung und Wettbewerb. Weil sie im Gegensatz zu den restlichen Songs in der Sendung nur angespielt werden, kriegen sie dafür hier mehr Platz.

Kello Hity – Penthouse

“Female Future Pop” – so nennt die Leipziger Künstlerin und Musikerin Kello Hity ihre Songs. Mitte letzten Jahres hat sie mit ihrem witzigen und politischen Song „My Girls“ überrascht. Auf diesem standen noch ein bisschen billig wirkende Casio-Sounds im Vordergrund. Die wurden für ihre zweite Single auf Hochglanz poliert – beim satt produzierten “Penthouse” wabern die Klangflächen und pulsieren die Beats. Im englisch/deutschen Text geht es um Female Empowerment und auch Kapitalismuskritik klingt an.

Make Boys Cry – Skip Me

Make Boys Cry ist eine Pianistin, Komponistin und Produzentin, die in Leipzig und Berlin lebt und arbeitet. Und die die eher männlich dominierte Neoklassik aufmischt. Auf ihrem ersten Album “Glass Cannon” – das bei, man höre und staune, Audiolith erscheint – verbindet sie minimalistisches Klavierspiel mit elektronischen Flächen und filmischer Opulenz: Ólafur Arnalds trifft auf die Grandbrothers und Yann Tiersen. Das Leitthema des Albums sind Gegensätze: Weichheit und Härte, harmonische Einheit und musikalische Brüchigkeit. In der ersten Single “Skip me” fließt ein stringentes Piano durch ein bedrohliches Feld von Streichern und Trompeten.

Diana Ezerex – Ask around

Eines der bekanntesten Live-Album der Musikgeschichte ist “At Folsom Prison” von Johnny Cash. Konzerte in Gefängnissen geben, ist aber immer noch eine Ausnahme. Das hat die Songwriterin Diana Ezerex nicht abgeschreckt: seit einigen Jahren spielt sie ehrenamtlich in Strafvollzugsanstalten. Und mit ihrem Songwriter-Pop konnte sie auch schon die sprichwörtlichen harten Kerle zu Tränen rühren. Diese Erfahrung und die Geschichten der Insass*innen hat sie in die Songs für ihr Debütalbum gepackt, mit dem sie die Welt ein Stück besser machen will. Sie spricht über Themen wie strukturelle Probleme und psychische Gesundheit. Das Album hat sie mit Hilfe von Crowdfunding finanziert, es soll noch in diesem Jahr erscheinen. Darauf ist auch ihr Song “Ask around”, mit dem sie die wichtigen Dinge erinnern will: unsere Persönlichkeit und Werte.

Unseren Musikzimmer-Podcast könnt auf jeder Podcast-Plattform hören und abonnieren. Und auf unserer gleichnamigen Spotify-Playlist bekommt ihr noch mehr Musik aus dem deutschsprachigen Raum.

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