Tim Cook hat Vertrauen verspielt – S7M #51

 
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Vor einer Weile entschied Apple sich dazu, auf absehbare Zeit einen Uploadfilter einzuführen. Dafür erntete das Unternehmen viel Kritik. Es möchte diese Funktion zunächst noch überarbeiten. Dennoch ist, wie wir alle wissen, aufgeschoben nicht aufgehoben. Herzlich willkommen also zu Sajonaras 7 Minuten #51, in der ich erkläre, warum das mein Vertrauen in Tim Cook erschüttert hat.

Apple warb in den letzten Jahren sehr stark damit, dass es die Privatsphäre der Nutzer schützt. Doch viele Experten, darunter neben IT-Forensikern auch Verbraucherorganisationen wie die EFF wehren sich und warnen vor Apples Pläne. Der Konzern würde damit die Büchse der Pandora öffnen.

Wie genau es im Detail funktionieren soll(t)e, haben wir an anderer Stelle schon umfassend erläutert. Entsprechend möchte ich hier vorab nur erklären, dass bei mir, nach Bekanntwerden dieses Vorgehens ein wenig Vertrauen gegenüber Apple und speziell der Person Tim Cook verschwand. Wann immer ich vorher Interviews oder Fernsehauftritte von Cook verfolgte, war ich überzeugt, da ist jemand, der interessiert sich wirklich. Als der Apple-Chef dann aber vor diesem Hintergrund erneut über die Privatsphäre sprach, schüttelte ich den Kopf.

Apple unter Druck

Ein Problem ist, dass die Welt sich verändert. Apple steht unter zunehmendem Druck von Politik und Gesetzgebung. Die Einführung dieser Funktionen ist keineswegs etwas, das Apple als Erster tut, oder auch nicht besonders restriktiv. Viele soziale Netzwerke und andere Firmen wie Microsoft, Google oder Facebook haben vergleichbare Mechanismen bereits integriert. Warum? Vor allem, weil die Gesetzgeber in den USA Druck ausüben.

Aber ich selbst stehe beispielsweise mit Macnotes auch unter finanziellem Druck. Ich habe das Projekt im November 2019 aufgekauft und wurde nicht müde, Euch zu sagen, dass ich nebenher arbeite, um Budget oder Zeit zu haben, um Macnotes zu betreiben. Das hat sich nach wie vor nicht geändert. Trotzdem „knicke“ ich nicht ein. Ich würde Macnotes eher schließen, als es mit Werbung zu überhäufen. Ich habe persönlich Grenzen gezogen. Viele Konkurrenten würden einfach nur den Kopf schütteln. Allein ein Beitrag für einen Sportwettenanbieter, den ich 2020 ablehnte zu veröffentlichen, hätte mir „für einen Text“ mehrere hundert Euro eingebracht. Ich will aber nicht, dass Macnotes eine beliebige, austauschbare Litfasssäule wird.

Als Apple würde ich entsprechend nicht wollen, dass das Image, an dem ich die ganze Zeit gearbeitet habe, mit diesem einen Schritt beschädigt wird. Ja, aber Apple wird vermutlich genau das trotzdem tun.

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