Aufreger: Wenn Wettanbieter Nachrichten machen – S7M #49

 
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Als Leser von Macnotes sind Pressemitteilungen vermutlich nicht Eure Standardlektüre. Doch als Redakteur oder Verleger kennen manche dort draußen diese neue Unart. Uns erreichen täglich dutzende Pressemeldungen, in denen Wettanbieter oder Preisvergleiche versuchen Nachrichten zu machen. Genau diesem Aufregerthema widmet sich Episode 49 von Sajonaras 7 Minuten.

Ich bin seit Anfang oder Mitte der 1990er „online“. Als das WWW noch in den Kinderschuhen steckte und Anbieter wie Compuserve oder AOL um die Gunst der Kunden warben, gab es solche Auswüchse wie heute noch nicht. Schade ist außerdem, dass nicht nur die BILD-Zeitung, sondern auch andere journalistische Erzeugnisse wie Spiegel, FAZ, Süddeutsche, etc. viel zu oft auf diesen Zug aufspringen.

Fachfremde Pressemeldungen nehmen zu

1998 registrierte ich meine erste eigene Domain. Schon damals traten Leute an einen heran, die mehr oder weniger von der Aufmerksamkeit und Reichweite der eigenen Website profitieren wollten. Es gab später auch erste Dienstleister, die Advertorials vermittelten, selbst wenn diese damals noch nicht so hießen.

Während ich mich schon früh bemühte offizielle Pressemitteilungen zugesandt zu bekommen, um auf dem Laufenden zu bleiben, wandelte sich das Spiel dahinter.

Sekundärquellen als Informationslieferanten?

Vor ein paar Jahren waren es immerhin noch die Unternehmen selbst, die Nachrichten produzierten. So gibt es auch heute Auswertungen zum Beispiel von Netflix, das Auskunft darüber gibt, welche Nutzer manche Sendungen am häufigsten sehen. Spieleentwickler ließen Spielstunden oder Highscore-Werte für sich sprechen, und Hardware-Hersteller Verkaufszahlen.

Doch mittlerweile erreichen uns Pressemeldungen über Verteiler von Sportwettenanbietern oder Preisvergleichsseiten, die so rein gar nichts mit der Meldung zu tun haben. Da informiert dann ein Sportwettenanbieter über die Dauer von Spielstunden in Online-Rollenspielen oder ein Preisvergleich über die Zufriedenheit von Kunden mit Produkten. Das tun diejenigen nicht, um uns zu informieren, sondern, um möglichst viele „Backlinks“ zu sammeln. Persönlich ist das für mich ein Kriterium, Meldungen frühzeitig auszusieben. Zeitaufwendig ist es dennoch, sich jedesmal anzusehen, aus welche Feder eigentlich eine Information stammt.

Warum genau ich so eine Antipathie entwickle, erkläre ich Euch in dieser Ausgabe von unserem Podcast.

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