Tipps gegen Zecken beim Pferd

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Warum du die Pferdebiester auf keinen Fall verharmlosen darfst

DIE 10 WICHTIGSTEN FACTS ÜBER DIE ZECKEN

Zecken sind klein, fies und sie beissen sich leider gerne an deinem Pferd fest. Manchmal auch an dir. Die kleinen Biester sind wahre Plagegeister. Es ist gut, über die Viecher Bescheid zu wissen, damit du sie noch effektiver bekämpfen kannst:

  1. Zecken sind Familientiere. Sie werden in Großfamilien geboren und aufgezogen. Ein Zeckenweibchen legt bis zu 3000 Eier. Die Babyzecken sind dann erstmal klein und winzig wenn sie geschlüpft sind. Damit sie wachsen können wollen sie Blut futtern. Sie suchen sich erstmal kleine Tiere, wie Mäuse. Um dann nach und nach zu größeren Wirten überzugehen. 2. Zecken sind ganz schön alt. Es gibt sie eben schon sehr lange – Millionen von Jahre um genau zu sein. Sie sind sozusagen Urviecher und entsprechend resistent. 3. Zecken sind absolute Überlebenskünstler. Leider! Sie überstehen sogar einen Waschgang bis zu 40 Grad. Vielleicht solltest Du also Deine Reitklamotten und die Pferdedecke in Zukunft bei mindestens 60 Grad waschen. Zecken überleben auch mehrere Tage unter Wasser und sogar in der Tiefkühltruhe. 4. Zecken sind clever. Sie lauern in Büschen oder Gräsern. Ihren Wirt erkennen sie am Geruch. Das ist ein bisschen wie bei uns. Wenn der Gasthof von weitem schon gut nach Pizza duftet, werden wir direkt darauf zusteuern. Außerdem hilft ihnen die Körperwärme. 5. Zecken sind die Ferraris unter den Insekten. Zecken sind wahnsinnig schnell. Sie brauchen nur Sekundenbruchteile, um sich an der Kleidung oder am Fell festzukrallen 6. Zecken sind sehr anhänglich. Das ist wirklich blöd! So eine Zecke bleibt dann schon mal bis zu zwei Wochen an ihrem Wirt hängen. Sie haben sogar Widerhaken an ihrem Rüssel und manche sogar noch einen Klebstoff. 7. Zecken sind zäh und verfressen. Eine Zecke kann nach dem Blutsaugen das 200 Fache ihres vorherigen Körpergewichts auf die Waage bringen. Ganz schön fett! Und sie kann damit bis zu 10 weitere Jahre ohne eine Mahlzeit überleben. 8. Zecken sind kleine Frostbeulen. Wenn es zu kalt ist, verlassen sie das Laub nicht. Ab -7 Grad verkriecht sich die Zecke und wartet auf den nächsten Frühling. 9. Zecken sind sehr variantenreich. Es gibt über 800 verschiedene Zeckenarten weltweit. Wahnsinn, oder? 10. Zecken sind sehr ansteckend. Sie sind sozusagen laufende Krankheiten. Es gibt knapp 50 verschiedene Krankheiten, die die kleinen Biester übertragen können. In Deutschland sind es vor allem FSME und Borreliose und mittlerweile auch die Ehrlichiose.

Übrigens, es ist am besten sie in Wasser zu ertränken, wenn du sie von deinem Pferd gepflückt hast. Aber du musst sie ein paar Tage im Wasser liegen lassen, damit sie wirklich tot sind. Also zum Beispiel eine größere Schüssel Wasser am Putzplatz aufstellen und dann die Zecken ertrinken lassen.

**DIY – ZECKENSPRAY! SO KANNST DU EIN NATÜRLICHES ZECKENMITTEL MACHEN** Nimm als Basis eine natürliche Fellpflege, wie diese Linkbeschreibung von Emiko oder Bio-Apfelessig, wenn du keine Fellpflege extra nehmen willst.

Das Mischverhältnis ist etwa: 2/3 Fellpflege – 1/3 Schwarzkümmelöl + ätherische Öle.

Das mischst du dann wie folgt:

  • 500 ml Fellpflege oder Bio-Apfelessig mit 500 ml schwarzem Tee (oder Wasser, falls du kein dunkleres Pferd haben willst ;-) ) verdünnen
  • ca. 300 ml Schwarzkümmelöl dazu
  • Bei Bedarf noch ätherische naturreine Öle wie Rosmarin, Zimtblätter, Citronella, Lavendelöl, Neemöl und Teebaumöl dazutropfen. Was du davon nimmst und welche Mischung hängt zum einen davon ab, was die Zecken bei dir am Stall mögen und was nicht und ob es ätherische Öle gibt auf die dein Pferd allergisch reagiert

Hier kommt meine Öl-Mischung für die Anti-Zecken-Basis-Mischung:

10 ml Neemöl 5 ml Öl aus Zimtblättern 5 ml Lavendelöl 5 ml Citronella

Die Öle bekommst du in der Apotheke oder im Reformhaus. Das schüttelst du dann einmal kräftig durch und sprühst dein Pferd ein. Weichteile und Kopf bitte aussparen. Da kannst du dir lieber etwas auf die Hände sprühen und dann vorsichtig damit über die Ohren und den Pferdekopf fahren. Damit kannst du dein Pferd dann einmal am Tag oder auch zweimal einsprühen – je nachdem wie hartnäckig die Zecken sind. Das pflegt die juckenden Stellen und hält gleichzeitig Zecken davon ab, es sich auf deinem Pferd bequem zu machen.

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