FOLGE #1 - MEET MR. MAVU

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Chris Mavu über seinen Blog, Mode und Inspiration.

Christian Mavungu

Chris ist 28 Jahre alt und kommt ursprünglich aus Kiel, lebt aber seit 2013 in Hamburg. Dort hat er Medien, Sport und Eventmanagement studiert und wohnt bis heute immer noch dort.

"Ich habe mir vorgenommen, dass ich meine Wurzeln mehr repräsentieren möchte und da ich aus dem Kongo komme, wird es auf viele Muster und knallige Farben hinauslaufen."

Bist du aktuell noch in dem Bereich deines Studiums tätig, oder was machst du jetzt?

"Also jetzt aktuell bin ich in einer Influencer Agentur, in der wir für Influencer Marketing tätig sind und das Sorglos-Paket liefern und mit großen, bekannten Marken zusammenarbeiten und diese mit den Influencern verbinden, um natürlich an Reichweite zu gewinnen und einfach Aufmerksamkeit zu erregen. Ich habe tatsächlich erst im Dezember angefangen, vorher war ich für ein halbes Jahr in einer Kommunikationsagentur, hatte mich aber komischerweise schon mal dort beworben."

Wie bist du Fashion Blogger geworden?

"Ich habe mich schon immer für Mode interessiert. Die erste Berührung habe ich meiner Mutter zu verdanken, muss ich sagen. Sie ist ein großer Mode-Fan und kauft sich immer gewisse Marken - sei es Chanel, Prada und wie sie alle heißen. In der Jugend (daran kann mich noch erinnern) habe ich mir von Reebok Schuhe geholt, die damals Jay-Z promotet hat. Damit habe ich langsam angefangen clean rüberzukommen, mich abzuheben und das stetig weiterentwickelt. Dann begann halt irgendwann der Boom mit Instagram, mit dem ich erstmal gar nichts zu tun hatte. Auf einmal hatte mir meine Frau (damals noch meine Freundin) einen Account gemacht. Dann meinte sie auf einmal "Okay, gut, ich habe dich da jetzt angemeldet" und ich dachte mir erstmal "Oh Scheiße, eigentlich will ich damit nicht zu tun haben“. Ich habe mich dann trotzdem ein bisschen damit auseinandergesetzt und fing irgendwann an mir gewisse Leute anzugucken - da bin ich z.B. auf Kosta Williams gestoßen. Den fand ich irgendwie super und dann dachte so "Okay, cool, dann will ich auch gerne mal ein bisschen was machen.“ Dann hat man mal mehr mal weniger gemacht und schon fing es komischerweise an, dass mich Leute auf der Straße erkannt und auf meine Kombinationen angesprochen haben.

Daraus hat sich dann auch meine Motivation entwickelt, das alles anderen über eine Plattform genauer zu zeigen und im Jahr 2016 habe ich dann einfach beschlossen, dass ich mir einen eigenen Blog mache. Ich versuche in Sachen Mode, Sport aber auch Travel und Lifestyle gewisse Inspirationen und vor allem einen Mehrwert zu bieten. Das versuche ich jetzt möglichst regelmäßig zu machen. Natürlich ist das nicht einfach, weil man auch privat viel zu erledigen hat - aber ja, jeder Weg ist steinig."

Liest du selbst viele Blogs? Falls ja, hast du ein paar Empfehlungen für uns?

"Ich lese gerne den Blog von New Kiss on the Blog. Das ist ein Kumpel von mir, den ich letztes Jahr kennen gelernt habe. Er kommt ursprünglich aus Berlin, lebt aber gerade in Wien und hatte 2014 oder 2015 den Mode-Blog des Jahres – er ist also schon eine bekanntere Größe und ist demnach auch viel in der Welt unterwegs. Abgesehen von Blogs lese ich auch gerne Zeitschriften, Sachen wie Men’s Style und GQ zum Beispiel. Weitere Inspirationsquellen sind für mich Instagram und sogar Musikvideos von Pharrell Williams, French Montana, Future und co."

Wo nimmst du aktuell Inspiration für deine Outfits her?

"Das ist eine sehr gute Frage - also eigentlich von überall und nirgends. Es reicht sogar, wenn man durch die Stadt geht und eine Personen mit einer Camo-Jacke sieht und sich denkt "Da könnte ich irgendwelche Patches drauf machen“, oder wie ich eben meinte, über Musik. Musiker wie Pharrell Williams und Kanye West inspirieren mich schon seit meiner Jugend. Ich finde es auch total super, wenn man unterwegs, in der Werbung oder im Internet bestimmte Pieces sieht, die man in Gedanken bereits zu ganzen Outfits zusammenfügt."

Wie stellst du dir dein perfektes Outfit für den kommenden Frühling vor?

"Mein Perfektes Outfit wird auf jeden Fall farbenfroh sein! Ich habe mir vorgenommen, dass ich meine Wurzeln mehr repräsentieren möchte und da ich aus dem Kongo komme, wird

es auf viele Muster und knallige Farben hinauslaufen. Der Film ‚Black Panther‘ geht ja zur Zeit ziemlich durch die Decke - dieser hat mir den Anstoß dazu gegeben. Ich bin stolz darauf, wer ich bin und woher ich komme und das möchte diesen Frühling zeigen."

Was bedeutet für dich Lebensqualität?

"Lebensqualität bedeutet für mich, dass man ein sicheres Einkommen und ein schönes Zuhause hat, das man sich wohl fühlt, dass man in einer festen, funktionierenden Partnerschaft ist. Freunde und Familie sind mir natürlich auch sehr wichtig. Dass man die Möglichkeit hat, am Wochenende einfach mal wegzufahren, um sich zu erholen und nicht jeden Cent drei Mal umdrehen zu müssen. Ganz einfach gesagt: LEBEN."

Was inspiriert dich dazu, jeden Tag einfach alles zu geben?

"Meine Eltern leben seit knapp 30 Jahren in Deutschland. Sie sind aus einem Land gekommen, in dem ständig Krieg herrscht und versuchen seitdem meiner Schwester und mir ein gutes Leben zu bieten. Mich motiviert es, dass das, was sie für mich geopfert haben, nicht umsonst war. Sie sind stolz auf mich, weil ich studiert und einen sicheren Job habe und sie sich keine Sorgen um meine Zukunft machen müssen. Das ist mein Antrieb, um jeden Morgen aufzustehen, und das umzusetzen, was ich mir vorgenommen habe."

Gibt es modische Trends, die du mitgemacht hast, die dir jetzt eher peinlich sind?

"Der typische Trend, den ich irgendwie mitgemacht habe (wie viele andere auch), sind baggy-Sachen. Normalerweise trägt man Größe M und auf einmal kaust du dir ein XXL T-Shirt und läufst mit einem um den Hals gewickelten Tuch herum. Im Nachhinein denke ich mir „Boah, das geht einfach gar nicht.“ lacht Heutzutage würde dich jeder blöd angucken und sich denken, was das denn für ein Vogel ist. Das sind Sachen, die ich mitgemacht habe – darüber kann ich schmunzeln, tragen würde ich es aber nie wieder."

Wie stehst du zu Marken?

"Es kommt immer ganz darauf an. Mal gehe ich zu H&M oder Zara und kaufe mir dort eine Jeans, es muss keine Levis für 150 Euro sein, wenn es auch eine Hose 40 Euro tut. Mir ist es wichtig, dass ich mich in den Sachen wohlfühle und dass sie meine Persönlichkeit wiedergeben. Es bringt mir nichts, wenn ich einen Sneaker für 700 Euro trage und mir anschließend denke: "Das bin ich nicht.“ Es ist auch nicht der Sinn der Sache, dass ich mich 30 Tage lang nur von Wasser und Brot ernähre und mein gesamtes Geld in Klamotten stecke. Deswegen versuche ich immer eine perfekte Mitte zu finden. Es kann natürlich auch mal etwas teurer sein, aber ein gewisses Limit will ich einfach nicht übersteigen. Meistens werden die Sachen sowieso irgendwann reduziert – man kann also genau so gut ein paar Monate warten und dann zuschlagen."

Die letzte Frage – mit wem sollten wir deiner Meinung nach das nächste Interview führen?

"Mit Gerri Unique aus Limburg, er befasst sich mit Premium Men’s Wear, also eher mit Sachen aus höheren Preissegmenten. Er schreibt gute Blog-Beiträge und kann dem Mann von heute auf jeden Fall einen Mehrwert bieten."

Wir danken Chris vielmals für das coole Gespräch und wünschen ihm für seine Zukunft als Blogger alles Gute.

Folgt Chris auf Instagram unter @chris_mavu und seinem Blog unter www.chrismavu.com!

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